Fernsehen: Deutsche Welle prüft Antisemitismus-Vorwürfe gegen freie Mitarbeiter

Die Deutsche Welle pausiert die Zusammenarbeit mit zwei freien Mitarbeitern. Grund sind Vorwürfe wegen Posts in sozialen Netzwerken.

Erstellt von - Uhr

Aktuelle Nachrichten rund ums Thema Fernsehen lesen Sie auf news.de (Symbolbild). (Foto) Suche
Aktuelle Nachrichten rund ums Thema Fernsehen lesen Sie auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / StockPhotoPro

Die Deutsche Welle (DW) lässt die Kooperation mit zwei freien Mitarbeitern wegen des Vorwurfs antisemitischer Äußerungen in sozialen Netzwerken ruhen. Man wolle eine umfassende Prüfung ihrer Social-Media-Posts vornehmen, hieß es in einer Mitteilung des Senders. Bis zum Abschluss der internen Untersuchung würden die Betroffenen nicht beauftragt.

Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung berichtet, die beiden freien Mitarbeiter hätten entsprechende Inhalte verbreitet. Es soll unter anderem um ein Bild einer Karte gehen, auf der der jüdische Staat nicht mehr existiert.

Prüfung privater Social-Media-Beiträge

Die DW betonte, dass man die genannten Posts auf den privaten Social-Media-Kanälen vor Bekanntwerden der Vorwürfe nicht gekannt habe. Zugleich wies der Sender darauf hin, dass beide Mitarbeiter vor der Einstellung geprüft worden seien. Dieses Verfahren sehe unter anderem vor, beruflich genutzte öffentliche Social-Media-Accounts bis zu sechs Monate zurück zu sichten.

Nach der Einstellung würden private Äußerungen, zum Beispiel auf Social-Media-Accounts, hingegen ohne konkreten Anlass nicht überprüft, teilte der Sender mit. Das entspreche der geltenden Rechtslage und sei auch zum Schutz der Privatsphäre und Meinungsäußerungsfreiheit jedes Einzelnen. "Allerdings machen wir allen Mitarbeitenden regelmäßig unsere Werte, journalistische Linie und damit auch Erwartungen an ihre Beiträge klar", hieß es weiter.

Die Posts der beiden freien Mitarbeiter widersprechen der Mitteilung zufolge den Werten des Senders. Man prüfe den Sachverhalt sorgfältig. Die Vorwürfe beträfen nicht die Berichterstattung der DW.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

Weitere aktuelle News im Ressort "TV":

/roj/news.de

Themen:

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.