TV-News: Krimi "Friesland": Wer hat den Kapitän getötet?

Eine blutig geschlagene Lippe und persönliche Verstrickungen: Die TV-Ermittler der Reihe "Friesland" bewegt ein besonderer Fall zum Serien-Jubiläum. Sie trauern, sie ermitteln, sie hadern.

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Ein Frachtschiff läuft auf Grund, der Kapitän ist erst verschwunden und wird dann tot aufgefunden. Im neuen Fall für die TV-Ermittler aus "Friesland" tun sich rasch mehrere Verdächtige auf - und zwar auch aus dem direkten Umfeld der Polizisten. Zu sehen ist der Krimi "Schiffe schrotten" der "Friesland"-Reihe (die mal samstags und mal mittwochs ausgestrahlt wird) am 11. März um 20.15 Uhr im ZDF. Im Streamingportal ist er schon verfügbar.

Der Film ist etwas Besonderes für Fans: Es ist der 25. Fall der Krimi-Komödien-Reihe aus der ostfriesischen Kleinstadt Leer, die seit 2014 im ZDF ausgestrahlt wird. Aber auch wer einfach nur Abend-Unterhaltung im TV oder Streaming sucht, ist hiermit bedient - allerdings muss man sich als Erstgucker anfangs durch die parallel laufenden, zunächst schwer greifbaren Handlungsstränge mit mehreren Protagonisten gedulden. Aber diese Stränge verbinden sich rasch zu einer facettenreichen Geschichte. Der Überblick:

Das Opfer und das Team

Der später ermordete und im Wasser gefundene Kapitän Scott Farman (Florian Hertweck) ist bei einem Treffen mit seiner Cousine in der Kneipe in eine Schlägerei mit einem alten Bekannten geraten. Auch Polizist Henk Cassens (Maxim Mehmet) war beim Gerangel involviert. Warum sie sich gekloppt haben? "Das wüsste ich ja auch gerne", verteidigt sich der Ermittler bei seinem Chef. Der kann nur mit dem Kopf schütteln: "Kloppen sich und wissen nicht warum!"

Apothekerin Melanie Harms (Tina Pfurr) hilft dem Team schon mal mit forensischen Untersuchungen. Sie ist die besagte Cousine des Mordopfers und rauschte nach der Prügelei wütend ab. Im Kühlhaus, beim Abschiednehmen, stellt sie nüchtern und mit Sachverstand fest: "Ich glaube nicht, dass Scott ertrunken ist. Die Kopfwunde, sie war tödlich."

Das Opfer und seine Auftraggeber

Scott Farman wurde als Aushilfskapitän eines Container-Frachters angeheuert, der mit ausgestellten Ortungsgeräten und ohne Fracht an Bord auf Grund läuft. Das Schiff soll laut den Ermittlungen komplett marode gewesen sein. Der wenig sympathische Schiffseigner Knut Levening (Sebastian Hülk) und die toughe Reederei-Chefin Amke Wilhelmson (Ulrike Folkerts) geraten damit ins Visier der polizeilichen Ermittlungen. Ist hier etwa ein Betrug im Gange?

Die Schiffsingenieurin berichtet allerdings, dass Farman laut eigenen Angaben einen "Riesen-Manövrierfehler" begangen haben soll. "Und das ist für einen Kapitän natürlich gar nicht gut. Der wollte nur noch weg, abhauen."

Das Opfer und seine alte Rechnung

Das Mordopfer und Cassens Saufkumpel, Troje Hammerbrook (Volker Wackermann), haben sich also in der Kneipe geprügelt - und seither trägt letzterer die Kapitänsmütze Farmans auf dem Kopf. "Trophäe, das macht man so", sagt er noch naiverweise, als er mit dem Kommissar spricht. Der nimmt ihn natürlich wegen dringenden Tatverdachts direkt fest. Obendrein entdeckt die IT-Spezialistin der Polizei E-Mails von Hammerbrook an das Opfer, die Cassens Freund belasten.

Das Opfer und die Flaschensammler

Sie werden von Anfang an immer wieder gezeigt: Ein unter Geldnöten leidendes Pärchen, das Flaschen sammelt und über einen möglichen Einbruch redet. Dann finden sie auch noch die Leiche des Mordopfers. "Wir wollten hier eigentlich nur ein bisschen Schrott sammeln, da hat Fintja was im Wasser liegen sehen", sagt der Mann. Sie riefen sofort die Polizei. "Ende der Geschichte." Wirklich?

Das Jubiläum

Es gibt übrigens ein kleines Manko an der Jubiläumsfolge: Das charakterlich so unterschiedliche, aber doch zusammenhaltende Team Henk Cassens und Süher Özlügül findet über weite Strecken des Films nicht statt - Özlügül muss Vertretung auf Langeoog machen. Umso mehr stachelt dafür Kommissar Brockhorst (Felix Vörtler) Cassens an - man könnte Mitleid mit ihm haben, muss er doch wegen einer durchzechten Nacht auch noch mit Kopfschmerzen mit dem Rad durchs Land strampeln. Und dann kommt es auch noch zum heftigen Streit mit der zurückkehrenden Özlügül (Sophie Dal).

"Friesland" wird seit 2014 im ZDF ausgestrahlt, abgedreht ist bereits Folge 28. Laut Sender erreichen die Filme im linearen Fernsehen zwischen gut 6 und 8 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer und in der Regel Quoten von über 20 Prozent in der Hauptsendezeit. Online wurden 2025 im Schnitt für die drei Folgen des Jahres mehr als 1,2 Millionen Views gezählt.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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