TV: "Mordufer" - Das bietet die neue Serie vom Bodensee
Eine verkohlte Leiche, falsche Fährten und ein neues Ermittlerinnen-Duo: Was das Publikum von der neuen Serie erwarten kann und warum das ZDF wieder den Bodensee als Schauplatz auserkoren hat.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Meterhoch schlagen die Flammen und erleuchten das Ufer am Bodensee. In der Asche bleibt eine bis zur Unkenntlichkeit verkohlte Leiche zurück. Erst der Zahnabgleich hilft bei der Identifizierung: Es ist die Leiterin einer Schönheitsklinik. Und die Chirurgin war schon tot, bevor sie verbrannte.
"Was für'n erster Tag für dich", sagt der Gerichtsmediziner zu Kommissarin Doro Beitinger, die nach 15 Jahren mit Elternzeit und häuslicher Pflege in den Dienst zurückkehrt. Am Fundort der Leiche lernt sie auch gleich ihre neue Chefin Chiara Locatelli kennen, die neu in der Region Überlingen ist.
Mit "Mordufer" bringt das ZDF am Freitagabend zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr eine neue Krimi-Serie auf die Bildschirme. Die erste Folge "Brennen soll sie" wird am 6. März ausgestrahlt. Drei weitere Teile folgen in jedem Fall.
Viel TV-Konkurrenz am Bodensee als Schauplatz für Verbrechen
Die Kulisse ist nicht gerade neu in der Fernsehlandschaft. Das ZDF selbst bespielt das Krimi-Genre unter anderem mit "Der Kommissar und der See" und der mystischen Reihe "Die Toten vom Bodensee".
Die ARD hat die "WaPo Bodensee" im Programm und setzte einst auf ein "Tatort"-Team aus Konstanz. Die Pfahlbauten in Uhldingen-Mühlhofen waren Schauplatz in der Science-Fiction-Serie "Foundation" des Streaminganbieters Apple TV. Und ganz frisch hat Sat.1 die Daily Soap "Ein Hof zum Verlieben" über eine Juristin gestartet, die ihr Glück auf einem Apfelhof am Bodensee sucht.
Gefragt nach einem möglicherweise drohenden Abnutzungseffekt antwortet die "Mordufer"-Redaktion: "Für den neuen Freitagskrimi haben wir nach einer Region gesucht, die bisher auf diesem Sendeplatz nicht bespielt wurde." Abseits der urbanen Zentren München, Berlin und Frankfurt biete die nördliche Bodensee-Region um Überlingen "einen regional-landschaftlichen Akzent, der das Handlungsspektrum um eine neue Farbe erweitert".
Mit den Koproduktionspartnern vom ORF und SRF gebe es zudem im Dreiländereck mit Österreich und der Schweiz eine inhaltliche Schnittmenge, die sich insbesondere durch die Einbindung des Zolls in den Geschichten wiederfinde. "Wie jedes andere ZDF-Krimiformat verfolgt "Mordufer" eigene Schwerpunkte und hat einen unverwechselbaren Ansatz, zum Beispiel in puncto Konzeption der Ermittlerfiguren, Cast und Tonalität."
Doch nicht nur Ermittlungen wegen vermisster Milchkühe
Dass der Bodensee aber eigentlich nicht gerade als Hotspot für Mord und Totschlag bekannt ist, wird gleich in der "Mordufer"-Folge aufgespießt: Sie habe schon Angst gehabt, sagt Locatelli, "dass ich hier nur wegen vermisster Milchkühe ermittle". Und auch der Vorgesetzte ist sehr darauf bedacht, dass das Urlaubsparadies in der Haupttouristenzeit nicht getrübt wird: "Klären Sie das möglichst geräuschlos", gibt er seinen Ermittlerinnen mit auf den Weg.
Die sind ein ungleiches Duo: Doro Beitinger kennt sich im Polizeirevier noch von früher aus, ist bei Kolleginnen und Kollegen beliebt, in der Region verwurzelt, kennt Hinz und Kunz, neigt zu pragmatischen und nicht immer legalen Ermittlungsansätzen. Chiara Locatelli ist zurückhaltender, unnahbarer, disziplinierter und strahlt eine gewisse Strenge aus.
Für Locatelli-Darstellerin Maria Wördemann ist es das erste Mal, dass sie in mehreren Folgen einer Serie mitspielt. "Das hat eine gute Organisation und Konzentration erfordert und ein bisschen Zeit gebraucht, bis ich mich daran gewöhnt hatte, an einem Tag manchmal in bis zu vier Kriminalfällen hin und her zu springen und dabei nicht einen oder mehrere Fäden zu verlieren", sagt Wördemann nach Angaben des Senders.
Ihre Kollegin Franziska Weisz kennt das Publikum unter anderem aus dem "Tatort" um Thorsten Falke (Wotan Wilke Möhring). Der Schauspielerin sind die Einheimischen in guter Erinnerung geblieben: "Während man in Großstädten mittlerweile eher Augenrollen erntet, wenn man da dreht, haben sich die Überlinger und Co. über unser Filmteam gefreut", berichtet Weisz. "Sie wohnen dort, wo andere Urlaub machen. Diese Zufriedenheit strahlen sie auch aus."
Mehrere potenzielle Täter und falsche Fährten
Von Schönheitsklinik über Rüstungsindustrie bis Weinbau greift "Mordufer" Aspekte auf, die in der Bodensee-Region auch tatsächlich beheimatet sind. In gut einer Stunde lösen die Ermittlerinnen die Fälle. Zeit genug, um Zuschauerinnen und Zuschauer zwischendurch auf falsche Fährten zu führen.
So gibt es in der ersten Folge gleich mehrere Verdächtige. Der Ehemann der Getöteten lebte in Trennung. Der Mann einer Patientin, die nach einer Gesichts-OP starb, sagt: "Die Hexe hat meine Frau auf dem Gewissen." Und welche Rolle spielen eigentlich die stellvertretende Klinikleiterin und das Personal?
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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