TV: Neuer "Stralsund"-Krimi: Zwei fallen tief

Ein Unternehmer nimmt Rache für seine Insolvenz, an der Geschäftspartner schuld sind. Er kidnappt, mordet und droht mit Sprengung eines Gebäudes. Können die TV-Kommissare aus Stralsund ihn stoppen?

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Ein merkwürdiger Auftritt: Ein Mann kommt nicht schick gekleidet in eine Hotelbar, wird komisch beäugt und ausgelacht. Da zückt er nicht nur eine goldene Kreditkarte, er gibt auch allen Gästen einen aus. Etwas später erzählt er seinen arroganten und abgehobenen Saufkumpels, die er in der Bar kennengelernt hat, dass er gar nicht die Rechnung bezahlt habe und er auch vorgegeben habe, ein anderer zu sein. Er sperrt die drei anderen Männer in der Folge in einer heißgelaufenen Sauna ein. Zwei sterben.

Damit beginnt Detlev Schultes Rache-Feldzug – zu sehen im ZDF-Krimi "Jetzt komm ich!" der Reihe "Stralsund" am Samstag (21.2., 20.15 Uhr). Im ZDF-Streamingportal ist der Film bereits abrufbar.

Detlev Schulte ist Bauunternehmer (in allen Facetten emotional gespielt von Martin Brambach), seine Firma ist insolvent. Er wurde betrogen, ausgerechnet bei seinem Herzensprojekt - und hat nun hohe Schulden.

Kommissarin Jule Zabek (Sophie Pfennigstorf) und ihr Kollege Tomasz Nowak (Jakub Gierszal) kommen ihm rasch auf die Spur. Doch Schulte ist auf der Flucht. "Meine alten Tage, die hätte ich mir anders vorgestellt, kannst du mir gerne glauben", sagt er verzweifelt in einer Sprachnachricht an seinen Sohn, auf einer Brücke stehend, von der er sich stürzen möchte. "Und ich hab' so hart geackert, immer alles gegeben. Ist das gerecht? Ja, andere verdienen sich eine goldene Nase."

Ein tiefer Sturz

Doch rasch ändert Schulte seine Meinung, aus Verzweiflung wird Angriff. "Ich werd's euch zeigen, jetzt komm ich!", schreit er von der Brücke in Richtung Stadt. Er entführt und misshandelt in der Folge die Leiterin des Bauamts.

Letztlich versucht Schulte auch, seinen mit der Situation und dem Leben völlig überforderten Sohn Hannes (Marius Ahrendt) mit auf seinen Rache-Feldzug zu nehmen: "Zwei Männer, eine Tat", bläut der Vater ihm ein. Macht der Sohn mit beim finalen Plan des rachedurstigen Bauunternehmers? Der will ein Werftsgebäude mit 75 Kilogramm Sprengstoff in die Luft jagen.

Ganz zu Beginn seiner Flucht begegnet Schulte zufällig ausgerechnet der Kommissarin Zabek, sie rangeln - und Zabek muss wieder mal in Extremsituationen Nerven zeigen. Sie fällt bei der Täterjagd von der hohen Rügenbrücke bei Stralsund in die Ostsee. Das verschweigt sie aber ihren Kollegen - und auch, dass es ihr anschließend körperlich und psychisch gar nicht gut geht.

Druck für die Kommissare

Fans der Krimireihe sollten einschalten, denn es tut sich was am Rande des Falls im Team: Der neue Polizeidirektor Axel Prick (Boži Kocevski) wird, wie er dem Team selbst ankündigt, "ab heute nicht nur aus der Ferne in Neubrandenburg regieren, sondern auch hier in Stralsund ab und an nach dem Rechten sehen". Er will Strukturen verschlanken, neu organisieren. Er will keine "einsamen Wölfe" im Revier. Wie wird Kommissarin Zabek damit klarkommen?

Kriminalhauptkommissar Karl Hidde (Alexander Held) hadert und kämpft mit Prick, der ihm Druck macht: "Ich habe immer ein offenes Ohr für Früh-Pension." Dazu plagen Hidde alte Wunden am Bein und am Herz - er sieht seine Ex-Frau und Mutter seines verstorbenen Sohnes wieder. Aber sie macht ihm Vorwürfe - und das bringt ihn zu einer Entscheidung.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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