Fernsehen: Klein: Ofarim hat Kampf gegen Antisemitismus geschadet

Gil Ofarim hat einige mit Äußerungen über seinen Verleumdungsprozess irritiert. Auch der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung geht mit dem Musiker ins Gericht.

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Der Antisemitismusbeauftragte Felix Klein übt scharfe Kritik an Äußerungen des Musikers Gil Ofarim. "Ich verstehe nicht, was in diesen Mann gefahren ist", sagte Klein nach einer Meldung des "Spiegel".

Der Hintergrund: 2021 hatte sich der Musiker bei Instagram als Opfer antisemitischer Äußerungen eines Leipziger Hotelmitarbeiters dargestellt. Später erwiesen sich diese Vorwürfe als falsch. Ofarim nahm seine Darstellung in einem gegen ihn geführten Verleumdungsprozess zurück und entschuldigte sich.

Jetzt äußerte sich Ofarim jedoch im RTL-Dschungelcamp und legte nahe, dass mit den Kameraaufnahmen aus dem Hotel, die einer der Gründe für die Entlastung des Hotelmitarbeiters vor Gericht waren, womöglich etwas nicht gestimmt habe. Inzwischen sagte Ofarim allerdings, er ärgere sich über seine Andeutungen.

Klein sagte dem "Spiegel", Ofarim hätte mit anderen Themen in die Öffentlichkeit gehen können - "meinetwegen auch mit seinen Erfahrungen im Dschungelcamp". Mit dem Geraune über das Verfahren aber belaste er die jüdische Community erneut.

"Die erfundene Diskriminierung und die daraus folgende Debatte hat wirklich allen geschadet und dem Kampf gegen Antisemitismus einen Bärendienst erwiesen, da die Glaubwürdigkeit echter Opfer antisemitischer Übergriffe geschwächt wurde", sagte Klein.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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