TV-News: "Die Frau ohne Gesicht" - das Erbe von Kult-Ermittler Thiel

Ein Mord auf einer Landstraße am Niederrhein führt Ingo Thiel nach Venedig. "Die Frau ohne Gesicht" ist der siebte Fernsehkrimi aus der Thiel-Reihe. Der letzte, bei dem das Vorbild mitwirkte.

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Auf einer gesperrten Landstraße am Niederrhein liegt eine entstellte Frauenleiche. Sie wurde mehrfach überfahren. Aber wer ist die Tote? Niemand scheint sie zu vermissen. Als der Fall Fahrt aufnimmt, verschlägt es Kommissar Ingo Thiel alias Heino Ferch ins kalte Venedig. "Ingo Thiel - Die Frau ohne Gesicht" wird am Montag (9. Februar) um 20.15 Uhr im ZDF ausgestrahlt. Der Film war im November bereits bei Arte zu sehen und ist auch schon im ZDF-Streamingportal abrufbar.

Es ist der letzte Krimi aus der Thiel-Reihe, an dem der legendäre Mordermittler Ingo Thiel noch selbst als Fachberater mitgewirkt hat. Im vergangenen Juli starb er im Alter von nur 62 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit. Sein Team soll die Beratung fortsetzen.

"Er hatte wirklich einen guten Witz" - sagt Ferch über den gestorbenen Thiel

Ferch schilderte nach Thiels Tod in einem Interview mit dem "Express" seine erste Begegnung mit dem Ermittler. Man habe sich optisch einiges von ihm abgeguckt, seine Lederjacke oder die Jeans, die er meist trug. "Auch sein Kettenrauchen habe ich für den Film übernommen. Ich habe mir auch seine Art, sich zu bewegen, genau angeschaut, seinen Humor – er hatte wirklich einen guten Witz", so Ferch im Juli 2025. "Bei seiner Art zu reden, fand ich seine Pausen sehr spannend. Er war ja auch ein erfahrener Verhör-Spezialist, der eine Frage geradeaus gestellt hat und dann lange auf eine Antwort warten konnte."

Der Film passt perfekt in die Jahreszeit. Nebel, Kälte, Nässe. Die Mordkommission tritt auf der Stelle. Wochenlang scheitern alle Versuche, die Tote zu identifizieren. Doch irgendwer legt Blumen am Fundort der Leiche nieder.

Eine tote Kunsthistorikerin

Dann verdichten sich die Hinweise, dass die Tote in Italien, genauer in Venedig, gelebt haben könnte. Mithilfe einer populären italienischen TV-Sendung über Kriminalfälle gelingt endlich die Identifizierung. Die Tote ist eine geschiedene Kunsthistorikerin und Mutter einer Tochter.

Doch die Ermittler treffen zwischen Kanälen und prachtvollen Palazzi auf wortkarge Zeugen und Angehörige. Erst die italienische Steuerfahndung kann das Schweigen durchbrechen. Claras Tochter Antonia, eine junge Künstlerin, ist zunächst nicht auffindbar. Stattdessen meldet sich ein Kunsthändler bei Thiel, der Mutter und Tochter kennt. Allmählich lichtet sich der Nebel.

Der Krimi, der wieder auf wahren Begebenheiten basieren soll, ist der siebte Teil der "Ingo Thiel"-Reihe mit Heino Ferch in der Rolle des beharrlichen Ermittlers aus Mönchengladbach. Die Reihe ist zwar inspiriert von echten Fällen, aber keine True-Crime-Doku.

Fall Mirco

Das Verschwinden des zehnjährigen Mirco am Niederrhein hat den Mönchengladbacher Mordermittler Thiel 2010 bekannt gemacht. Die monatelange akribische Suche nach Mircos Mörder wurde bundesweit von einer breiten Öffentlichkeit verfolgt. Seit dem ersten Film, der Verfilmung dieses spektakulären Falls, verkörpert Heino Ferch den knurrigen Ermittler vom Niederrhein.

Auf Ferch ist Verlass, in den Nebenrollen dagegen überzeugen diesmal nicht alle Mitwirkenden mit ihrer Schauspielkunst.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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