TV: Erzgebirgskrimi "Mordholz": Forsthaus-Romanze statt Dramatik
Ein Toter, illegale Holzgeschäfte und eine Pfarrerin mit Blut an den Händen: Im neuen "Erzgebirgskrimi" kommt vieles zusammen. Doch wer hat wirklich ein Mordmotiv?
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
Suche
Der Senior-Chef eines Sägewerks wird im Wald erschlagen, sein Sohn ist in illegale Geschäfte mit Russland verstrickt. Und dann treiben auch noch Diebe ihr Unwesen, die ganze Polter im Wald stehlen und per Lkw ins Ausland bringen. Im neuen Erzgebirgskrimi dreht sich alles um Wald und Holz. Da kann Försterin Saskia Bergelt (Teresa Weißbach) zur Hochform auflaufen - nicht nur als Co-Ermittlerin, sondern auch in ihrer Liaison zu Kommissar Winkler (Kai Scheve). Der wohnt gleich ganz bei ihr im Forsthaus. Doch führt die Spur des Geldes die Ermittler zum Mörder oder zur Mörderin?
Die neue Folge
"Mordholz"
fackelt nicht lang. Schon nach einer halben Minute wird der Tote ins Bild gerückt und dem Zuschauer in Einblenden eine Auswahl an Verdächtigen serviert: vom Sohn und Juniorchef des Sägewerks über die Forstpraktikantin bis hin zur Pfarrerin mit blutigen Händen.
Ein mögliches Motiv, so zeigen die Ermittlungen, haben offensichtlich einige und die Ermittler stoßen auf viele Ungereimtheiten. Warum etwa verscherbelt die Pfarrerin das Holz aus dem Kirchenwald billig ans Sägewerk? Was hat die Forstpraktikantin zu verbergen? Und dann ist da noch die neue Standesbeamtin: Sie hat einst im Sägewerk eine Ausbildung gemacht, war dann aber Hals über Kopf weggegangen.
Kommissar Winkler plagen Panikattacken
Kommissar Winkler hat derweil mit den Nachwehen seines vorherigen Falls zu kämpfen und wird von Panikattacken geplagt. Damals war er in einem Bunker eingepfercht dem Tode nahe. Seine Kollegin Szabo (Lara Mandoki) hatte deswegen zusammen mit Försterin Bergelt ohne ihn weiterermitteln und ihm schließlich das Leben retten müssen. Die neue Folge wird für ihn nun auch zur Therapie dieser traumatischen Erlebnisse.
Doch während der Wettlauf gegen die Zeit in "Über die Grenze" viel Dramatik entwickelt hat, plätschert die neue Folge vergleichsweise ruhig dahin. Zwar gibt es einige Wendungen und manches löst sich anders auf, als es zunächst scheint. Doch wer am Ende des Mordes überführt wird, dürfte viele Zuschauer wenig überraschen.
Dabei wird neben der Landschaft dieses Mal vor allem die Stadt Annaberg-Buchholz liebevoll ins Bild gerückt, etwa mit ihrem Marktplatz und der imposanten St. Annenkirche.
Bye, bye Wolke: Försterin mit neuer Spürnase unterwegs
Im Ermittler-Trio geht es inzwischen sehr harmonisch zu. Statt kecke Kommentare zeigt sich Szabo einfühlsam mit ihrem Kollegen und der Försterin, deren Beziehung nach langem Hin und Her nun in eine Romanze mündet.
Doch Fans der Reihe wissen bereits: Lara Mandoki scheidet aus dem Erzgebirgskrimi aus. Es war die vorletzte Folge, in der sie zu sehen ist. Sie wird mit ihrer spritzigen Art fehlen. Ein anderer, tierischer Darsteller hat sich schon verabschiedet: Hündin Wolke. Statt ihr lässt Försterin Bergelt die Münsterländer-Hündin Ronja im Gehölz verdächtige Fährten aufnehmen.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
Weitere aktuelle News im Ressort "TV":
- TV-Programm heute Abend: Das sind die Primetime-Highlights im Fernsehen
- Fernsehen: Party, Pleite, Prüfung - Bremer "Tatort" im Studentenleben
- TV: Zurück zu den Anfängen: "Knives Out" im RBB
- TV: Sparkassen-Coup Thema bei "Aktenzeichen XY"
- "Wer weiß wie wann was war?" bei RTL: So sehen die Samstagabend-Pläne mit Stefan Raab und Barbara Schöneberger aus
kns/roj/news.de
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.