Fernsehen: Friede, Freude und Likör: "Weihnachtsüberraschungen" im TV
Nora würde gern friedlich Weihnachten feiern. Doch dann platzen immer mehr Besucher herein. Erst kommt unangemeldet der Bruder, dann rückt die Nachbarsfamilie wegen ihrer kaputten Heizung bei Nora an.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Die Vorfreude ist groß: Seit vier Jahren hatte Nora (Morgane Ferru) kein freies Weihnachten mehr, während ihr verheirateter Geliebter bei Frau und Kindern weilt.
Ihre Mutter Ellen (Margarita Broich) hat derweil in ihrem Friseursalon alle Hände voll zu tun, Noras Großmutter Lore (Petra Kelling) hilft da gerne aus. Ellens ebenfalls verwitweter Nachbar Rolf (Harald Krassnitzer) könnte durchaus Unterstützung in seiner Bäckerei gebrauchen, doch die Hilfe seines Sohnes Bent (Anton Spieker) lehnt er ab, obwohl er gerade seinen Dienst auf einem Kreuzfahrtschiff quittiert und also viel Zeit hat. Da ist also viel los in der Komödie "Weihnachtsüberraschungen", die am Freitag (12. Dezember) um 20.15 Uhr im Ersten läuft. Sie spielt im festlich beleuchteten Hamburg.
Verwicklungen unterm Weihnachtsbaum
Nora und Bent können sich seit Jugendtagen nicht mehr ausstehen, obgleich sie sich ständig Blicke hinterherwerfen. Da sind Ellen und Rolf bereits weiter - sie lieben sich und turteln heimlich im Garten. Dann fällt in Rolfs Haus die Heizung aus, und zu allem Überfluss reist auch noch seine Tochter mitsamt Enkelsohn an - ist doch ihre Ehe gerade im Eimer. Bis schließlich alle friedlich bei Ellen um den Weihnachtsbaum herum sitzen, gibt es noch so mancherlei Verwicklungen.
Regisseurin Petra K. Wagner (67, "Die Eifelpraxis") setzt auf viel weihnachtliche Musik und schöne Bilder von Hamburg in der Adventszeit. Und natürlich auf Themen wie Nächstenliebe, Herbergssuche und Hilfsbereitschaft - es geht aber auch um Geheimnisse, Konflikte und Vorurteile.
Eine dicke Harmoniesoße
Doch im Grunde mögen sich sämtliche Figuren im Film schon irgendwie - und so wird über das Ganze eine ziemlich dicke Harmoniesoße gegossen. Das macht diese Familienkomödie an manchen Stellen albern und unglaubwürdig. Etwas mehr Tiefgang zeigt sich erst in der zweiten Hälfte. Vermutlich sind einfach viel zu viele Personen beteiligt, und es werden mannigfache, teils schwere Themen angeschnitten - der Zuschauer muss aufpassen, auch ja alles mitzubekommen.
Margarita Broich (65, "Dahlmanns letzte Bescherung", 22.12., ZDF) und Harald Krassnitzer (65, "Engel mit beschränkter Haftung") wissen hier noch am ehesten zu überzeugen, weil ihre Figuren alsbald klare Kante zeigen. Da haben es Morgane Ferru (34, "Haus aus Glas") und Anton Spieker (36, "Nächte vor Hochzeiten") deutlich schwerer, in ihren Rollen endlich zueinanderzufinden. Aber zum wohligen Ende - frei nach dem Motto "Was sich liebt, das neckt sich" - ist es dann noch nicht mehr gar so schwer: Friede, Freude und Likör.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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