IT-Sicherheit: UNIX gefährdet - Update für IT-Sicherheitshinweis zu GNU libc (Risiko: mittel)

Wie das BSI aktuell meldet, hat die IT-Sicherheitswarnung, welche eine vorliegende Schwachstelle für GNU libc betrifft, ein Update erhalten. Eine Beschreibung der Sicherheitslücken inklusive der neuesten Updates sowie Infos zu den betroffenen Betriebssystemen UNIX und Produkten lesen Sie hier.

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Aktuelle IT-Sicherheitshinweise auf news.de (Symbolbild). (Foto) Suche
Aktuelle IT-Sicherheitshinweise auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / Maximusdn

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat am 28.04.2026 einen Sicherheitshinweis für GNU libc veröffentlicht. Die Software enthält mehrere Schwachstellen, die einen Angriff ermöglichen. Betroffen von der Sicherheitslücke sind das Betriebssystem UNIX sowie die Produkte Red Hat Enterprise Linux, Fedora Linux und Open Source GNU libc. Zuletzt wurde diese Meldung am 03.05.2026 aktualisiert.

Die neuesten Hersteller-Empfehlungen bezüglich Updates, Workarounds und Sicherheitspatches für diese Sicherheitslücke finden Sie hier: Fedora Security Advisory FEDORA-2026-CED72AB158 (Stand: 30.04.2026). Weitere nützliche Quellen werden weiter unten in diesem Artikel aufgeführt.

Mehrere Schwachstellen für GNU libc gemeldet - Risiko: mittel

Risikostufe: 4 (mittel)
CVSS Base Score: 6,5
CVSS Temporal Score: 6,0
Remoteangriff: Ja

Zur Bewertung des Schweregrads von Sicherheitsanfälligkeiten in Computersystemen wird das Common Vulnerability Scoring System (CVSS) angewandt. Der CVSS-Standard ermöglicht es, potenzielle oder tatsächliche Sicherheitslücken auf Basis verschiedener Metriken miteinander zu vergleichen, um Gegenmaßnahmen besser priorisieren zu können. Für die Schweregrade einer Schwachstelle werden die Attribute "keine", "niedrig", "mittel", "hoch" und "kritisch" verwendet. Der Base Score bewertet die Voraussetzungen für einen Angriff (u.a. Authentifizierung, Komplexität, Privilegien, Userinteraktion) sowie dessen Konsequenzen. Der Temporal Score berücksichtigt darüber hinaus zeitliche Veränderungen hinsichtlich der Gefahrenlage. Die Gefährdung der aktuellen Schwachstelle wird nach dem CVSS mit einem Base Score von 6,5 als "mittel" eingestuft.

GNU libc Bug: Beschreibung des Angriffs

Die GNU libc ist die Basis C Bibliothek unter Linux sowie anderen Unix-Betriebssystemen, welche die Systemaufrufe sowie Basisfunktionalität bereitstellt.

Ein entfernter, anonymer Angreifer kann mehrere Schwachstellen in GNU libc ausnutzen, um beliebigen Programmcode auszuführen, einen Denial-of-Service-Zustand zu verursachen oder vertrauliche Informationen offenzulegen.

Klassifiziert wurden die Schwachstellen mithilfe des CVE-Referenziersystems (Common Vulnerabilities and Exposures) durch die individuellen Seriennummern CVE-2026-5435 und CVE-2026-6238.

Von der Sicherheitslücke betroffene Systeme im Überblick

Betriebssystem
UNIX

Produkte
Red Hat Enterprise Linux (cpe:/o:redhat:enterprise_linux)
Fedora Linux (cpe:/o:fedoraproject:fedora)
Open Source GNU libc >=2.2 (cpe:/a:gnu:glibc)
Open Source GNU libc >=2.2 (cpe:/a:gnu:glibc)

Allgemeine Maßnahmen zum Umgang mit IT-Schwachstellen

  1. Anwender der betroffenen Anwendungen sollten diese auf dem aktuellsten Stand halten. Hersteller sind bei Bekanntwerden von Sicherheitslücken dazu angehalten, diese schnellstmöglich durch Entwicklung eines Patches oder eines Workarounds zu beheben. Sollten Sicherheitspatches verfügbar sein, installieren Sie diese zeitnah.
  2. Konsultieren Sie zu Informationszwecken die im nächsten Abschnitt aufgeführten Quellen. Häufig enthalten diese weiterführende Informationen zur aktuellsten Version der betreffenden Software sowie zur Verfügbarkeit von Sicherheitspatches oder Hinweise zu Workarounds.
  3. Wenden Sie sich bei weiteren Fragen oder Unsicherheiten an Ihren zuständigen Administrator. IT-Sicherheitsverantwortliche sollten regelmäßig prüfen, wann der von der IT-Sicherheitswarnung betroffene Hersteller ein neues Sicherheitsupdate zur Verfügung stellt.

Hersteller-Informationen zu Updates, Patches und Workarounds

An dieser Stelle befinden sich weiterführende Links mit Informationen über Bug-Reports, Security-Fixes und Workarounds.

Fedora Security Advisory FEDORA-2026-CED72AB158 vom 2026-04-30 (03.05.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-2026-ced72ab158

Red Hat Security Advisory RHSA-2026:12740 vom 2026-05-01 (03.05.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://access.redhat.com/errata/RHSA-2026:12740

Fedora Security Advisory FEDORA-2026-4B7780802C vom 2026-05-01 (03.05.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-2026-4b7780802c

PoC CVE-2026-5435vom 2026-04-28 (28.04.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://sourceware.org/bugzilla/show_bug.cgi?id=34033

Red Hat Bugtracker 2463465 vom 2026-04-28 (28.04.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://bugzilla.redhat.com/show_bug.cgi?id=2463465

GitHub Security Advisory GHSA-h8wx-jcwq-g3cp vom 2026-04-28 (28.04.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://github.com/advisories/GHSA-h8wx-jcwq-g3cp

OSS Security Mailing List vom 2026-04-28 (28.04.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://seclists.org/oss-sec/2026/q2/251

Versionshistorie dieses Sicherheitshinweises

Dies ist die 2. Version des vorliegenden IT-Sicherheitshinweises für GNU libc. Bei Bekanntgabe weiterer Updates wird dieser Text aktualisiert. Die vorgenommenen Änderungen können Sie anhand der folgenden Versionshistorie nachvollziehen.

28.04.2026 - Initiale Fassung
03.05.2026 - Neue Updates von Fedora und Red Hat aufgenommen

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf Basis aktueller BSI-Daten generiert und wird je nach Warnlage datengetrieben aktualisiert. Feedback und Anmerkungen nehmen wir unter hinweis@news.de entgegen. +++

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