IT-Sicherheit: UNIX und Windows gefährdet - Update für IT-Sicherheitshinweis zu ffmpeg (Risiko: mittel)

Für ffmpeg wurde ein Update für den IT-Sicherheitshinweis zu einer bekannten Schwachstelle veröffentlicht. Wie sich betroffene Anwender verhalten sollten, erfahren Sie hier.

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Aktuelle IT-Sicherheitshinweise auf news.de (Symbolbild). (Foto) Suche
Aktuelle IT-Sicherheitshinweise auf news.de (Symbolbild). Bild: picture alliance/dpa | Lino Mirgeler

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat am 08.06.2026 ein Update zu einer am 13.04.2026 bekanntgewordenen Sicherheitslücke für ffmpeg herausgegeben. Betroffen von der Sicherheitslücke sind die Betriebssysteme UNIX und Windows sowie die Produkte Fedora Linux, SUSE openSUSE und Open Source ffmpeg.

Die neuesten Hersteller-Empfehlungen bezüglich Updates, Workarounds und Sicherheitspatches für diese Sicherheitslücke finden Sie hier: openSUSE Security Update OPENSUSE-SU-2026:20914-1 (Stand: 08.06.2026). Weitere nützliche Quellen werden weiter unten in diesem Artikel aufgeführt.

Sicherheitshinweis für ffmpeg - Risiko: mittel

Risikostufe: 3 (mittel)
CVSS Base Score: 7,5
CVSS Temporal Score: 6,5
Remoteangriff: Ja

Zur Einschätzung der Verwundbarkeit von Computersystemen wird das Common Vulnerability Scoring System (CVSS) angewandt. Der CVSS-Standard ermöglicht es, potenzielle oder tatsächliche Sicherheitslücken auf Basis verschiedener Kriterien miteinander zu vergleichen, um Gegenmaßnahmen besser priorisieren zu können. Für die Schweregrade einer Schwachstelle werden die Attribute "keine", "niedrig", "mittel", "hoch" und "kritisch" verwendet. Der Base Score bewertet die Voraussetzungen für einen Angriff (u.a. Authentifizierung, Komplexität, Privilegien, Userinteraktion) sowie dessen Konsequenzen. Beim Temporal Score fließen über die Zeit veränderbare Rahmenbedingungen in die Bewertung ein. Der Schweregrad der hier behandelten Schwachstelle wird nach dem CVSS mit einem Base Score von 7,5 als "mittel" eingeschätzt.

ffmpeg Bug: Mehrere Schwachstellen ermöglichen Denial of Service

Das FFmpeg-Projekt besteht aus freien Programmen und Bibliotheken, die es ermöglichen, digitales Video- und Audiomaterial aufzunehmen, zu konvertieren, zu streamen und abzuspielen. Zudem enthält es mit libavcodec eine Audio- und Video-Codec-Sammlung, die verschiedene Codecs zur Verfügung stellt.

Ein entfernter, anonymer Angreifer kann mehrere Schwachstellen in ffmpeg ausnutzen, um einen Denial of Service Angriff durchzuführen.

Die Verwundbarkeit wird mit den eindeutigen CVE-Identifikationsnummern (Common Vulnerabilities and Exposures) CVE-2026-30997, CVE-2026-30998 und CVE-2026-30999 gehandelt.

Von der ffmpeg-Sicherheitslücke betroffene Systeme im Überblick

Betriebssysteme
UNIX, Windows

Produkte
Fedora Linux (cpe:/o:fedoraproject:fedora)
SUSE openSUSE (cpe:/o:suse:opensuse)
Open Source ffmpeg <8.1 (cpe:/a:ffmpeg:ffmpeg)
Open Source ffmpeg 8.1 (cpe:/a:ffmpeg:ffmpeg)

Allgemeine Maßnahmen zum Umgang mit IT-Sicherheitslücken

  1. Anwender der betroffenen Systeme sollten diese auf dem aktuellsten Stand halten. Hersteller sind bei Bekanntwerden von Sicherheitslücken dazu angehalten, diese schnellstmöglich durch Entwicklung eines Patches oder eines Workarounds zu beheben. Sollten Sicherheitspatches verfügbar sein, installieren Sie diese zeitnah.
  2. Konsultieren Sie zu Informationszwecken die im nächsten Abschnitt aufgeführten Quellen. Häufig enthalten diese weiterführende Informationen zur aktuellsten Version der betreffenden Software sowie zur Verfügbarkeit von Sicherheitspatches oder Hinweise zu Workarounds.
  3. Wenden Sie sich bei weiteren Fragen oder Unsicherheiten an Ihren zuständigen Administrator. IT-Sicherheitsverantwortliche sollten regelmäßig prüfen, wann der von der IT-Sicherheitswarnung betroffene Hersteller ein neues Sicherheitsupdate zur Verfügung stellt.

Quellen zu Updates, Patches und Workarounds

An dieser Stelle befinden sich weiterführende Links mit Informationen über Bug-Reports, Security-Fixes und Workarounds.

openSUSE Security Update OPENSUSE-SU-2026:20914-1 vom 2026-06-08 (08.06.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://lists.opensuse.org/archives/list/security-announce@lists.opensuse.org/thread/CNR2IDP3YEYKHV3AIRLZ4GWMNIQMZESY/

openSUSE Security Update OPENSUSE-SU-2026:10931-1 vom 2026-06-06 (07.06.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://lists.opensuse.org/archives/list/security-announce@lists.opensuse.org/thread/TXUI5KXMM53RUBHQKY47IMKCJXZLVX5H/

openSUSE Security Update OPENSUSE-SU-2026:10890-1 vom 2026-06-01 (01.06.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://lists.opensuse.org/archives/list/security-announce@lists.opensuse.org/thread/7NT2CERI46GEPLX7E3HJ5CWXKRBRDN6B/

Fedora Security Advisory FEDORA-EPEL-2026-8794C31F20 vom 2026-05-22 (21.05.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-EPEL-2026-8794c31f20

Fedora Security Advisory FEDORA-EPEL-2026-7E25A1D2EC vom 2026-05-22 (21.05.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-EPEL-2026-7e25a1d2ec

Red Hat Bugtracker #2457860 vom 2026-04-13 (13.04.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://bugzilla.redhat.com/show_bug.cgi?id=2457860

Red Hat Bugtracker #2457861 vom 2026-04-13 (13.04.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://bugzilla.redhat.com/show_bug.cgi?id=2457861

Red Hat Bugtracker #2457857 vom 2026-04-13 (13.04.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://bugzilla.redhat.com/show_bug.cgi?id=2457857

Versionshistorie dieses Sicherheitshinweises

Dies ist die 5. Version des vorliegenden IT-Sicherheitshinweises für ffmpeg. Bei Bekanntgabe weiterer Updates wird dieser Text aktualisiert. Änderungen oder Ergänzungen können Sie in dieser Versionshistorie nachlesen.

13.04.2026 - Initiale Fassung
21.05.2026 - Neue Updates von Fedora aufgenommen
01.06.2026 - Neue Updates von openSUSE aufgenommen
07.06.2026 - Neue Updates von openSUSE aufgenommen
08.06.2026 - Neue Updates von openSUSE aufgenommen

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf Basis aktueller BSI-Daten generiert und wird je nach Warnlage datengetrieben aktualisiert. Feedback und Anmerkungen nehmen wir unter hinweis@news.de entgegen. +++

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