IT-Sicherheit: Linux, UNIX und Windows gefährdet - IT-Sicherheitslücke bei PowerDNS mit hohem Risiko! Warnung erhält Update

Wie das BSI meldet, hat die IT-Sicherheitswarnung, welche eine vorliegende Schwachstelle für PowerDNS betrifft, ein Update erhalten. Eine Beschreibung der Sicherheitslücken inklusive der neuesten Updates sowie Infos zu den betroffenen Betriebssystemen Linux, UNIX und Windows und Produkten lesen Sie hier.

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Aktuelle IT-Sicherheitshinweise auf news.de (Symbolbild). (Foto) Suche
Aktuelle IT-Sicherheitshinweise auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / titima157

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat am 28.04.2026 ein Update zu einer am 30.03.2026 bekanntgewordenen Sicherheitslücke mit mehreren Schwachstellen für PowerDNS herausgegeben. Betroffen von der Sicherheitslücke sind die Betriebssysteme Linux, UNIX und Windows sowie die Produkte Debian Linux, SUSE Linux, SUSE openSUSE und Open Source PowerDNS.

Die neuesten Hersteller-Empfehlungen bezüglich Updates, Workarounds und Sicherheitspatches für diese Sicherheitslücke finden Sie hier: Debian Security Advisory DSA-6235 (Stand: 29.04.2026). Weitere nützliche Links werden weiter unten in diesem Artikel aufgeführt.

Mehrere Schwachstellen für PowerDNS - Risiko: hoch

Risikostufe: 4 (hoch)
CVSS Base Score: 8,1
CVSS Temporal Score: 7,1
Remoteangriff: Ja

Zur Bewertung des Schweregrads von Schwachstellen in Computersystemen wird das Common Vulnerability Scoring System (CVSS) angewandt. Der CVSS-Standard ermöglicht es, potenzielle oder tatsächliche Sicherheitslücken auf Basis verschiedener Metriken miteinander zu vergleichen, um Gegenmaßnahmen besser priorisieren zu können. Für die Schweregrade einer Schwachstelle werden die Attribute "keine", "niedrig", "mittel", "hoch" und "kritisch" verwendet. Der Base Score bewertet die Voraussetzungen für einen Angriff (u.a. Authentifizierung, Komplexität, Privilegien, Userinteraktion) sowie dessen Konsequenzen. Beim Temporal Score fließen über die Zeit veränderbare Rahmenbedingungen in die Bewertung ein. Die Gefährdung der hier behandelten Schwachstelle wird nach dem CVSS mit einem Base Score von 8,1 als "hoch" eingeschätzt.

PowerDNS Bug: Auswirkungen eines IT-Angriffs

Der Domain Name Service (DNS) ermöglicht die Umsetzung der Domainnamen in IP-Adressen. Zur Verhinderung von übermäßigen Anfragen werden die Zuordnungen häufig lokal in einem Cache gespeichert.

Ein Angreifer kann mehrere Schwachstellen in PowerDNS ausnutzen, um Informationen offenzulegen, Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen, um einen Denial of Service zu verursachen und potentiell Code auszuführen.

Klassifiziert wurden die Schwachstellen mithilfe des CVE-Bezeichnungssystems (Common Vulnerabilities and Exposures) durch die individuellen Seriennummern CVE-2026-0396, CVE-2026-0397, CVE-2026-24028, CVE-2026-24029, CVE-2026-24030, CVE-2026-27853 und CVE-2026-27854.

Von der PowerDNS-Sicherheitslücke betroffene Systeme im Überblick

Betriebssysteme
Linux, UNIX, Windows

Produkte
Debian Linux (cpe:/o:debian:debian_linux)
SUSE Linux (cpe:/o:suse:suse_linux)
SUSE openSUSE (cpe:/o:suse:opensuse)
Open Source PowerDNS <1.9.12 (cpe:/a:powerdns:recursor)
Open Source PowerDNS 1.9.12 (cpe:/a:powerdns:recursor)
Open Source PowerDNS <2.0.3 (cpe:/a:powerdns:recursor)
Open Source PowerDNS 2.0.3 (cpe:/a:powerdns:recursor)

Allgemeine Maßnahmen zum Umgang mit IT-Sicherheitslücken

  1. Anwender der betroffenen Systeme sollten diese auf dem aktuellsten Stand halten. Hersteller sind bei Bekanntwerden von Sicherheitslücken dazu angehalten, diese schnellstmöglich durch Entwicklung eines Patches oder eines Workarounds zu beheben. Sollten Sicherheitspatches verfügbar sein, installieren Sie diese zeitnah.
  2. Konsultieren Sie zu Informationszwecken die im nächsten Abschnitt aufgeführten Quellen. Häufig enthalten diese weiterführende Informationen zur aktuellsten Version der betreffenden Software sowie zur Verfügbarkeit von Sicherheitspatches oder Hinweise zu Workarounds.
  3. Wenden Sie sich bei weiteren Fragen oder Unsicherheiten an Ihren zuständigen Administrator. IT-Sicherheitsverantwortliche sollten regelmäßig prüfen, wann das herstellende Unternehmen ein neues Sicherheitsupdate zur Verfügung stellt.

Quellen zu Updates, Patches und Workarounds

An dieser Stelle befinden sich weiterführende Links mit Informationen über Bug-Reports, Security-Fixes und Workarounds.

Debian Security Advisory DSA-6235 vom 2026-04-29 (28.04.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://lists.debian.org/debian-security-announce/2026/msg00145.html

SUSE Security Update SUSE-SU-2026:1618-1 vom 2026-04-24 (26.04.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://lists.suse.com/pipermail/sle-security-updates/2026-April/025644.html

openSUSE Security Update OPENSUSE-SU-2026:10473-1 vom 2026-04-02 (06.04.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://lists.opensuse.org/archives/list/security-announce@lists.opensuse.org/thread/R37DZ7ETAKMRD727QCZGM4MYFZ5ZK3Y2/

PowerDNS Release Notes vom 2026-03-30 (30.03.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://blog.powerdns.com/2026/03/31/powerdns-dnsdist-1.9.12-and-2.0.3-released

Versionshistorie dieser Sicherheitswarnung

Dies ist die 5. Version des vorliegenden IT-Sicherheitshinweises für PowerDNS. Bei Bekanntgabe weiterer Updates wird dieser Text aktualisiert. Die vorgenommenen Änderungen können Sie anhand der folgenden Versionshistorie nachvollziehen.

30.03.2026 - Initiale Fassung
31.03.2026 - Referenz(en) aufgenommen: EUVD-2026-17363, EUVD-2026-17403, EUVD-2026-17405, EUVD-2026-17409, EUVD-2026-17401, EUVD-2026-17361, EUVD-2026-17407
06.04.2026 - Neue Updates von openSUSE aufgenommen
26.04.2026 - Neue Updates von SUSE aufgenommen
28.04.2026 - Neue Updates von Debian aufgenommen

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf Basis aktueller BSI-Daten generiert und wird je nach Warnlage datengetrieben aktualisiert. Feedback und Anmerkungen nehmen wir unter hinweis@news.de entgegen. +++

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