QEMU gefährdet: Schwachstelle ermöglicht Denial of Service und die Offenlegung von Informationen
Ein für QEMU herausgegebener Sicherheitshinweis hat vom BSI ein Update erhalten. Was betroffene Anwender beachten sollten, erfahren Sie hier.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat am 27.04.2026 ein Update zu einer am 19.02.2026 bekanntgewordenen Sicherheitslücke für QEMU herausgegeben. Betroffen von der Sicherheitslücke sind die Betriebssysteme UNIX und Windows sowie die Produkte Amazon Linux 2, Ubuntu Linux, SUSE Linux, Oracle Linux, SUSE openSUSE und Open Source QEMU.
Die neuesten Hersteller-Empfehlungen bezüglich Updates, Workarounds und Sicherheitspatches für diese Sicherheitslücke finden Sie hier: Oracle Linux Security Advisory ELSA-2026-50241 (Stand: 28.04.2026). Weitere nützliche Quellen werden weiter unten in diesem Artikel aufgeführt.
Sicherheitshinweis für QEMU - Risiko: mittel
Risikostufe: 3 (mittel)
CVSS Base Score: 5,1
CVSS Temporal Score: 4,5
Remoteangriff: Nein
Zur Bewertung der Verwundbarkeit von Computersystemen wird das Common Vulnerability Scoring System (CVSS) angewandt. Der CVSS-Standard ermöglicht es, potenzielle oder tatsächliche Sicherheitslücken auf Basis verschiedener Kriterien miteinander zu vergleichen, um eine darauf aufbauende Prioritätenliste zur Einleitung von Gegenmaßnahmen zu erstellen. Für die Schweregrade einer Schwachstelle werden die Attribute "keine", "niedrig", "mittel", "hoch" und "kritisch" verwendet. Der Base Score bewertet die Voraussetzungen für einen Angriff (u.a. Authentifizierung, Komplexität, Privilegien, Userinteraktion) sowie dessen Konsequenzen. Beim Temporal Score fließen über die Zeit veränderbare Rahmenbedingungen in die Bewertung ein. Die Gefährdung der aktuellen Schwachstelle wird nach dem CVSS mit einem Base Score von 5,1 als "mittel" eingeschätzt.
QEMU Bug: Schwachstelle ermöglicht Denial of Service und die Offenlegung von Informationen
QEMU ist eine freie Virtualisierungssoftware, die die gesamte Hardware eines Computers emuliert.
Ein lokaler Angreifer kann eine Schwachstelle in QEMU ausnutzen, um einen Denial of Service Angriff durchzuführen oder vertrauliche Informationen offenzulegen.
Klassifiziert wurde die Schwachstelle mithilfe des CVE-Bezeichnungssystems (Common Vulnerabilities and Exposures) durch die individuelle Seriennummer CVE-2026-2243.
Von der QEMU-Sicherheitslücke betroffene Systeme im Überblick
Betriebssysteme
UNIX, Windows
Produkte
Amazon Linux 2 (cpe:/o:amazon:linux_2)
Ubuntu Linux (cpe:/o:canonical:ubuntu_linux)
SUSE Linux (cpe:/o:suse:suse_linux)
Oracle Linux (cpe:/o:oracle:linux)
SUSE openSUSE (cpe:/o:suse:opensuse)
Open Source QEMU (cpe:/a:qemu:qemu)
Allgemeine Empfehlungen zum Umgang mit IT-Sicherheitslücken
- Anwender der betroffenen Systeme sollten diese auf dem aktuellsten Stand halten. Hersteller sind bei Bekanntwerden von Sicherheitslücken dazu angehalten, diese schnellstmöglich durch Entwicklung eines Patches oder eines Workarounds zu beheben. Sollten Sicherheitspatches verfügbar sein, installieren Sie diese zeitnah.
- Konsultieren Sie zu Informationszwecken die im nächsten Abschnitt aufgeführten Quellen. Häufig enthalten diese weiterführende Informationen zur aktuellsten Version der betreffenden Software sowie zur Verfügbarkeit von Sicherheitspatches oder Hinweise zu Workarounds.
- Wenden Sie sich bei weiteren Fragen oder Unsicherheiten an Ihren zuständigen Administrator. IT-Sicherheitsverantwortliche sollten regelmäßig prüfen, wann das herstellende Unternehmen ein neues Sicherheitsupdate zur Verfügung stellt.
Hersteller-Informationen zu Updates, Patches und Workarounds
An dieser Stelle befinden sich weiterführende Links mit Informationen über Bug-Reports, Security-Fixes und Workarounds.
Oracle Linux Security Advisory ELSA-2026-50241 vom 2026-04-28 (27.04.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://linux.oracle.com/errata/ELSA-2026-50241.html
Oracle Linux Security Advisory ELSA-2026-50239 vom 2026-04-27 (27.04.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://linux.oracle.com/errata/ELSA-2026-50239.html
SUSE Security Update SUSE-SU-2026:21235-1 vom 2026-04-22 (22.04.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://lists.suse.com/pipermail/sle-security-updates/2026-April/025558.html
openSUSE Security Update OPENSUSE-SU-2026:20567-1 vom 2026-04-21 (21.04.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://lists.opensuse.org/archives/list/security-announce@lists.opensuse.org/thread/7GIXQ6D7BVUI3JL6ZUXHFRN7NSCNRJWP/
Ubuntu Security Notice USN-8161-1 vom 2026-04-10 (12.04.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://ubuntu.com/security/notices/USN-8161-1
Amazon Linux Security Advisory ALAS2-2026-3182 vom 2026-03-06 (05.03.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://alas.aws.amazon.com/AL2/ALAS2-2026-3182.html
NIST Vulnerability Database vom 2026-02-19 (19.02.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://nvd.nist.gov/vuln/detail/CVE-2026-2243
Red Hat Bugtracker vom 2026-02-19 (19.02.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://bugzilla.redhat.com/show_bug.cgi?id=2440934
Versionshistorie dieses Sicherheitshinweises
Dies ist die 6. Version des vorliegenden IT-Sicherheitshinweises für QEMU. Sollten weitere Updates bekanntgegeben werden, wird dieser Text aktualisiert. Die vorgenommenen Änderungen können Sie anhand der folgenden Versionshistorie nachvollziehen.
19.02.2026 - Initiale Fassung
05.03.2026 - Neue Updates von Amazon aufgenommen
12.04.2026 - Neue Updates von Ubuntu aufgenommen
21.04.2026 - Neue Updates von openSUSE aufgenommen
22.04.2026 - Neue Updates von SUSE aufgenommen
27.04.2026 - Neue Updates von Oracle Linux aufgenommen
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf Basis aktueller BSI-Daten generiert und wird je nach Warnlage datengetrieben aktualisiert. Feedback und Anmerkungen nehmen wir unter hinweis@news.de entgegen. +++
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