GnuTLS: Mehrere Schwachstellen ermöglichen Denial of Service

Für GnuTLS wurde ein Update für den IT-Sicherheitshinweis einer bekannten Schwachstelle veröffentlicht. Welche Betriebssysteme und Produkte von der Sicherheitslücke betroffen sind, lesen Sie hier auf news.de.

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Aktuelle IT-Sicherheitshinweise auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / WhataWin

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat am 24.02.2026 ein Update zu einer am 09.02.2026 bekanntgewordenen Sicherheitslücke für GnuTLS veröffentlicht. Betroffen von der Sicherheitslücke sind die Betriebssysteme Linux, UNIX und Windows sowie die Produkte Debian Linux, Fedora Linux, Ubuntu Linux und Open Source GnuTLS.

Die neuesten Hersteller-Empfehlungen bezüglich Updates, Workarounds und Sicherheitspatches für diese Sicherheitslücke finden Sie hier: Debian Security Advisory DLA-4492 (Stand: 25.02.2026). Weitere nützliche Quellen werden weiter unten in diesem Artikel aufgeführt.

Sicherheitshinweis für GnuTLS - Risiko: mittel

Risikostufe: 3 (mittel)
CVSS Base Score: 7,5
CVSS Temporal Score: 6,5
Remoteangriff: Ja

Zur Einschätzung des Schweregrads von Schwachstellen in Computersystemen wird das Common Vulnerability Scoring System (CVSS) angewandt. Der CVSS-Standard ermöglicht es, potenzielle oder tatsächliche Sicherheitslücken auf Basis verschiedener Metriken miteinander zu vergleichen, um eine darauf aufbauende Prioritätenliste zur Einleitung von Gegenmaßnahmen zu erstellen. Für die Schweregrade einer Schwachstelle werden die Attribute "keine", "niedrig", "mittel", "hoch" und "kritisch" verwendet. Der Base Score bewertet die Voraussetzungen für einen Angriff (u.a. Authentifizierung, Komplexität, Privilegien, Userinteraktion) sowie dessen Konsequenzen. Der Temporal Score berücksichtigt darüber hinaus zeitliche Veränderungen hinsichtlich der Gefahrenlage. Die Gefährdung der hier behandelten Schwachstelle wird nach dem CVSS mit einem Base Score von 7,5 als "mittel" eingeschätzt.

GnuTLS Bug: Mehrere Schwachstellen ermöglichen Denial of Service

GnuTLS (GNU Transport Layer Security Library) ist eine im Quelltext frei verfügbare Bibliothek, die Secure Sockets Layer (SSL) und Transport Layer Security (TLS) implementiert.

Ein entfernter, anonymer Angreifer kann mehrere Schwachstellen in GnuTLS ausnutzen, um einen Denial of Service Angriff durchzuführen.

Klassifiziert wurden die Schwachstellen mithilfe des CVE-Referenziersystems (Common Vulnerabilities and Exposures) durch die individuellen Seriennummern CVE-2025-14831 und CVE-2026-1584.

Von der GnuTLS-Sicherheitslücke betroffene Systeme im Überblick

Betriebssysteme
Linux, UNIX, Windows

Produkte
Debian Linux (cpe:/o:debian:debian_linux)
Fedora Linux (cpe:/o:fedoraproject:fedora)
Ubuntu Linux (cpe:/o:canonical:ubuntu_linux)
Open Source GnuTLS <3.8.12 (cpe:/a:gnu:gnutls)
Open Source GnuTLS 3.8.12 (cpe:/a:gnu:gnutls)

Allgemeine Maßnahmen zum Umgang mit IT-Sicherheitslücken

  1. Anwender der betroffenen Systeme sollten diese auf dem aktuellsten Stand halten. Hersteller sind bei Bekanntwerden von Sicherheitslücken dazu angehalten, diese schnellstmöglich durch Entwicklung eines Patches oder eines Workarounds zu beheben. Sollten neue Sicherheitsupdates verfügbar sein, installieren Sie diese zeitnah.
  2. Konsultieren Sie zu Informationszwecken die im nächsten Abschnitt aufgeführten Quellen. Häufig enthalten diese weiterführende Informationen zur aktuellsten Version der betreffenden Software sowie zur Verfügbarkeit von Sicherheitspatches oder Hinweise zu Workarounds.
  3. Wenden Sie sich bei weiteren Fragen oder Unsicherheiten an Ihren zuständigen Administrator. IT-Sicherheitsverantwortliche sollten die genannten Quellen regelmäßig daraufhin prüfen, ob ein neues Sicherheitsupdate zur Verfügung steht.

Hersteller-Informationen zu Updates, Patches und Workarounds

An dieser Stelle befinden sich weiterführende Links mit Informationen über Bug-Reports, Security-Fixes und Workarounds.

Debian Security Advisory DLA-4492 vom 2026-02-25 (24.02.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://lists.debian.org/debian-lts-announce/2026/02/msg00031.html

Debian Security Advisory DSA-6140 vom 2026-02-18 (18.02.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://lists.debian.org/debian-security-announce/2026/msg00049.html

Ubuntu Security Notice USN-8043-1 vom 2026-02-16 (16.02.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://ubuntu.com/security/notices/USN-8043-1

Fedora Security Advisory FEDORA-2026-2B6035EE2B vom 2026-02-10 (10.02.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-2026-2b6035ee2b

Fedora Security Advisory FEDORA-2026-EF7170C9F6 vom 2026-02-10 (10.02.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-2026-ef7170c9f6

GnuTLS Security Advisories vom 2026-02-09 (09.02.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://gnutls.org/security-new.html

Versionshistorie dieses Sicherheitshinweises

Dies ist die 5. Version des vorliegenden IT-Sicherheitshinweises für GnuTLS. Bei Bekanntgabe weiterer Updates wird dieser Text aktualisiert. Die vorgenommenen Änderungen können Sie anhand der folgenden Versionshistorie nachvollziehen.

09.02.2026 - Initiale Fassung
10.02.2026 - Neue Updates von Fedora aufgenommen
16.02.2026 - Neue Updates von Ubuntu aufgenommen
18.02.2026 - Neue Updates von Debian aufgenommen
24.02.2026 - Neue Updates von Debian aufgenommen

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf Basis aktueller BSI-Daten generiert und wird je nach Warnlage datengetrieben aktualisiert. Feedback und Anmerkungen nehmen wir unter hinweis@news.de entgegen. +++

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