IT-Sicherheit: Linux und UNIX gefährdet - Update für IT-Sicherheitshinweis zu GNU libc (Risiko: mittel)
Für GNU libc wurde ein Update für den IT-Sicherheitshinweis zu einer bekannten Schwachstelle veröffentlicht. Welche Produkte von der Sicherheitslücke betroffen sind, lesen Sie hier auf news.de.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat am 03.02.2026 ein Update zu einer am 20.01.2026 bekanntgewordenen Sicherheitslücke für GNU libc veröffentlicht. Betroffen von der Sicherheitslücke sind die Betriebssysteme Linux und UNIX sowie die Produkte Fedora Linux, Ubuntu Linux, SUSE Linux, SUSE openSUSE und Open Source GNU libc.
Die neuesten Hersteller-Empfehlungen bezüglich Updates, Workarounds und Sicherheitspatches für diese Sicherheitslücke finden Sie hier: SUSE Security Update SUSE-SU-2026:20198-1 (Stand: 03.02.2026). Weitere nützliche Quellen werden weiter unten in diesem Artikel aufgeführt.
Sicherheitshinweis für GNU libc - Risiko: mittel
Risikostufe: 3 (mittel)
CVSS Base Score: 7,5
CVSS Temporal Score: 6,9
Remoteangriff: Ja
Zur Einschätzung der Verwundbarkeit von Computersystemen wird das Common Vulnerability Scoring System (CVSS) angewandt. Der CVSS-Standard ermöglicht es, potenzielle oder tatsächliche Sicherheitslücken auf Basis verschiedener Kriterien miteinander zu vergleichen, um eine darauf aufbauende Prioritätenliste zur Einleitung von Gegenmaßnahmen zu erstellen. Für die Schweregrade einer Schwachstelle werden die Attribute "keine", "niedrig", "mittel", "hoch" und "kritisch" verwendet. Der Base Score bewertet die Voraussetzungen für einen Angriff (u.a. Authentifizierung, Komplexität, Privilegien, Userinteraktion) sowie dessen Konsequenzen. Der Temporal Score berücksichtigt darüber hinaus zeitliche Veränderungen hinsichtlich der Gefahrenlage. Das Risiko der aktuellen Schwachstelle wird nach dem CVSS mit einem Base Score von 7,5 als "mittel" eingestuft.
GNU libc Bug: Schwachstelle ermöglicht Denial of Service
Die GNU libc ist die Basis C Bibliothek unter Linux sowie anderen Unix-Betriebssystemen, welche die Systemaufrufe sowie Basisfunktionalität bereitstellt.
Ein entfernter, anonymer Angreifer kann eine Schwachstelle in GNU libc ausnutzen, um einen Denial of Service Angriff durchzuführen.
Klassifiziert wurde die Schwachstelle mithilfe des CVE-Bezeichnungssystems (Common Vulnerabilities and Exposures) durch die individuelle Seriennummer CVE-2025-15281.
Von der Sicherheitslücke betroffene Systeme im Überblick
Betriebssysteme
Linux, UNIX
Produkte
Fedora Linux (cpe:/o:fedoraproject:fedora)
Ubuntu Linux (cpe:/o:canonical:ubuntu_linux)
SUSE Linux (cpe:/o:suse:suse_linux)
SUSE openSUSE (cpe:/o:suse:opensuse)
Open Source GNU libc <=2.42 (cpe:/a:gnu:glibc)
Open Source GNU libc <=2.42 (cpe:/a:gnu:glibc)
Allgemeine Empfehlungen zum Umgang mit IT-Sicherheitslücken
- Anwender der betroffenen Anwendungen sollten diese auf dem aktuellsten Stand halten. Hersteller sind bei Bekanntwerden von Sicherheitslücken dazu angehalten, diese schnellstmöglich durch Entwicklung eines Patches oder eines Workarounds zu beheben. Sollten neue Sicherheitsupdates verfügbar sein, installieren Sie diese zeitnah.
- Konsultieren Sie zu Informationszwecken die im nächsten Abschnitt aufgeführten Quellen. Häufig enthalten diese weiterführende Informationen zur aktuellsten Version der betreffenden Software sowie zur Verfügbarkeit von Sicherheitspatches oder Hinweise zu Workarounds.
- Wenden Sie sich bei weiteren Fragen oder Unsicherheiten an Ihren zuständigen Administrator. IT-Sicherheitsverantwortliche sollten die genannten Quellen regelmäßig daraufhin prüfen, ob ein neues Sicherheitsupdate zur Verfügung steht.
Hersteller-Informationen zu Updates, Patches und Workarounds
An dieser Stelle finden Sie weiterführende Links mit Informationen über Bug-Reports, Security-Fixes und Workarounds.
SUSE Security Update SUSE-SU-2026:20198-1 vom 2026-02-03 (03.02.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://lists.suse.com/pipermail/sle-security-updates/2026-February/024021.html
SUSE Security Update SUSE-SU-2026:0371-1 vom 2026-02-04 (03.02.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://lists.suse.com/pipermail/sle-security-updates/2026-February/024041.html
Ubuntu Security Notice USN-8005-1 vom 2026-02-04 (03.02.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://ubuntu.com/security/notices/USN-8005-1
openSUSE Security Update OPENSUSE-SU-2026:20133-1 vom 2026-02-03 (03.02.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://lists.opensuse.org/archives/list/security-announce@lists.opensuse.org/thread/EPLJR3OY45237BIGNXCUI2WBH3LI5ESB/
SUSE Security Update SUSE-SU-2026:20178-1 vom 2026-02-02 (02.02.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://lists.suse.com/pipermail/sle-security-updates/2026-February/024006.html
Fedora Security Advisory FEDORA-2026-205D532069 vom 2026-01-24 (25.01.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-2026-205d532069
Red Hat Bugzilla vom 2026-01-20 (20.01.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://bugzilla.redhat.com/show_bug.cgi?id=2431196
GNU C Library security advisories vom 2026-01-20 (20.01.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://seclists.org/oss-sec/2026/q1/90
Versionshistorie dieses Sicherheitshinweises
Dies ist die 4. Version des vorliegenden IT-Sicherheitshinweises für GNU libc. Bei Bekanntgabe weiterer Updates wird dieser Text aktualisiert. Änderungen oder Ergänzungen können Sie in dieser Versionshistorie nachlesen.
20.01.2026 - Initiale Fassung
25.01.2026 - Neue Updates von Fedora aufgenommen
02.02.2026 - Neue Updates von SUSE aufgenommen
03.02.2026 - Neue Updates von openSUSE, Ubuntu und SUSE aufgenommen
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf Basis aktueller BSI-Daten generiert und wird je nach Warnlage datengetrieben aktualisiert. Feedback und Anmerkungen nehmen wir unter hinweis@news.de entgegen. +++
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