IT-Sicherheit: UNIX bedroht - Update für IT-Sicherheitshinweis zu Red Hat Enterprise Linux (gpsd) (Risiko: mittel)

Für Red Hat Enterprise Linux (gpsd) wurde ein Update für den IT-Sicherheitshinweis zu einer bekannten Schwachstelle veröffentlicht. Wie sich betroffene Nutzer verhalten sollten, erfahren Sie hier.

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Für Red Hat liegt ein IT-Sicherheitshinweis vor (Symbolbild). (Foto) Suche
Für Red Hat liegt ein IT-Sicherheitshinweis vor (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / pvl

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat am 01.02.2026 ein Update zu einer am 18.01.2026 bekanntgewordenen Sicherheitslücke mit mehreren Schwachstellen für Red Hat Enterprise Linux (gpsd) herausgegeben. Betroffen von der Sicherheitslücke sind das Betriebssystem UNIX sowie die Produkte Debian Linux, Red Hat Enterprise Linux, Oracle Linux und RESF Rocky Linux.

Die neuesten Hersteller-Empfehlungen bezüglich Updates, Workarounds und Sicherheitspatches für diese Sicherheitslücke finden Sie hier: Red Hat Security Advisory RHSA-2026:1621 (Stand: 02.02.2026). Weitere nützliche Quellen werden weiter unten in diesem Artikel aufgeführt.

Mehrere Schwachstellen für Red Hat Enterprise Linux (gpsd) - Risiko: mittel

Risikostufe: 4 (mittel)
CVSS Base Score: 7,5
CVSS Temporal Score: 6,5
Remoteangriff: Ja

Zur Bewertung der Verwundbarkeit von Computersystemen wird das Common Vulnerability Scoring System (CVSS) angewandt. Der CVSS-Standard ermöglicht es, potenzielle oder tatsächliche Sicherheitslücken auf Basis verschiedener Metriken miteinander zu vergleichen, um Gegenmaßnahmen besser priorisieren zu können. Für die Schweregrade einer Schwachstelle werden die Attribute "keine", "niedrig", "mittel", "hoch" und "kritisch" verwendet. Der Base Score bewertet die Voraussetzungen für einen Angriff (u.a. Authentifizierung, Komplexität, Privilegien, Userinteraktion) sowie dessen Konsequenzen. Der Temporal Score berücksichtigt darüber hinaus zeitliche Veränderungen hinsichtlich der Gefahrenlage. Das Risiko der aktuellen Schwachstelle wird nach dem CVSS mit einem Base Score von 7,5 als "mittel" eingeschätzt.

Red Hat Enterprise Linux (gpsd) Bug: Beschreibung des Angriffs

Red Hat Enterprise Linux (RHEL) ist eine populäre Linux-Distribution.

Ein entfernter, anonymer Angreifer kann mehrere Schwachstellen in Red Hat Enterprise Linux ausnutzen, um beliebigen Programmcode auszuführen oder einen Denial-of-Service-Zustand zu verursachen.

Die Verwundbarkeit wird mit den eindeutigen CVE-Identifikationsnummern (Common Vulnerabilities and Exposures) CVE-2025-67268 und CVE-2025-67269 gehandelt.

Von der Sicherheitslücke betroffene Systeme im Überblick

Betriebssystem
UNIX

Produkte
Debian Linux (cpe:/o:debian:debian_linux)
Red Hat Enterprise Linux (cpe:/o:redhat:enterprise_linux)
Oracle Linux (cpe:/o:oracle:linux)
RESF Rocky Linux (cpe:/o:resf:rocky_linux)
Red Hat Enterprise Linux 10 (cpe:/o:redhat:enterprise_linux)
Red Hat Enterprise Linux 9 (cpe:/o:redhat:enterprise_linux)

Allgemeine Maßnahmen zum Umgang mit IT-Schwachstellen

  1. Anwender der betroffenen Systeme sollten diese auf dem aktuellsten Stand halten. Hersteller sind bei Bekanntwerden von Sicherheitslücken dazu angehalten, diese schnellstmöglich durch Entwicklung eines Patches oder eines Workarounds zu beheben. Sollten neue Sicherheitsupdates verfügbar sein, installieren Sie diese zeitnah.
  2. Konsultieren Sie zu Informationszwecken die im nächsten Abschnitt aufgeführten Quellen. Häufig enthalten diese weiterführende Informationen zur aktuellsten Version der betreffenden Software sowie zur Verfügbarkeit von Sicherheitspatches oder Hinweise zu Workarounds.
  3. Wenden Sie sich bei weiteren Fragen oder Unsicherheiten an Ihren zuständigen Administrator. IT-Sicherheitsverantwortliche sollten regelmäßig prüfen, wann das herstellende Unternehmen ein neues Sicherheitsupdate zur Verfügung stellt.

Hersteller-Informationen zu Updates, Patches und Workarounds

An dieser Stelle finden Sie weiterführende Links mit Informationen über Bug-Reports, Security-Fixes und Workarounds.

Red Hat Security Advisory RHSA-2026:1621 vom 2026-02-02 (01.02.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://access.redhat.com/errata/RHSA-2026:1621

Rocky Linux Security Advisory RLSA-2026:0770 vom 2026-01-21 (20.01.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://errata.build.resf.org/RLSA-2026:0770

Oracle Linux Security Advisory ELSA-2026-0770 vom 2026-01-20 (19.01.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://linux.oracle.com/errata/ELSA-2026-0770.html

Rocky Linux Security Advisory RLSA-2026:0771 vom 2026-01-20 (19.01.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://errata.build.resf.org/RLSA-2026:0771

Oracle Linux Security Advisory ELSA-2026-0771 vom 2026-01-20 (19.01.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: http://linux.oracle.com/errata/ELSA-2026-0771.html

Debian Security Advisory DLA-4441 vom 2026-01-19 (18.01.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://lists.debian.org/debian-lts-announce/2026/01/msg00012.html

Red Hat Security Advisory vom 2026-01-18 (18.01.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://access.redhat.com/errata/RHSA-2026:0771

Red Hat Security Advisory vom 2026-01-18 (18.01.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://access.redhat.com/errata/RHSA-2026:0770

Versionshistorie dieses Sicherheitshinweises

Dies ist die 4. Version des vorliegenden IT-Sicherheitshinweises für Red Hat Enterprise Linux (gpsd). Sollten weitere Updates bekanntgegeben werden, wird dieser Text aktualisiert. Änderungen oder Ergänzungen können Sie in dieser Versionshistorie nachlesen.

18.01.2026 - Initiale Fassung
19.01.2026 - Neue Updates von Oracle Linux aufgenommen
20.01.2026 - Neue Updates von Rocky Enterprise Software Foundation aufgenommen
01.02.2026 - Neue Updates von Red Hat aufgenommen

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf Basis aktueller BSI-Daten generiert und wird je nach Warnlage datengetrieben aktualisiert. Feedback und Anmerkungen nehmen wir unter hinweis@news.de entgegen. +++

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