ffmpeg: Schwachstelle ermöglicht nicht spezifizierten Angriff

Für ffmpeg wurde ein Update für den IT-Sicherheitshinweis einer bekannten Schwachstelle veröffentlicht. Eine Beschreibung der Sicherheitslücke inklusive der neuesten Updates sowie Infos zu betroffenen Betriebssystemen und Produkten lesen Sie hier.

Erstellt von - Uhr

Aktuelle IT-Sicherheitshinweise auf news.de (Symbolbild). (Foto) Suche
Aktuelle IT-Sicherheitshinweise auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / WhataWin

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat am 27.01.2026 ein Update zu einer am 03.12.2025 bekanntgewordenen Sicherheitslücke für ffmpeg herausgegeben. Betroffen von der Sicherheitslücke sind die Betriebssysteme UNIX und Windows sowie die Produkte Debian Linux, Ubuntu Linux, SUSE Linux und Open Source ffmpeg.

Die neuesten Hersteller-Empfehlungen bezüglich Updates, Workarounds und Sicherheitspatches für diese Sicherheitslücke finden Sie hier: Ubuntu Security Notice USN-7982-1 (Stand: 28.01.2026). Weitere nützliche Links werden weiter unten in diesem Artikel aufgeführt.

Sicherheitshinweis für ffmpeg - Risiko: mittel

Risikostufe: 3 (mittel)
CVSS Base Score: 7,3
CVSS Temporal Score: 6,4
Remoteangriff: Ja

Zur Bewertung des Schweregrads von Sicherheitsanfälligkeiten in Computersystemen wird das Common Vulnerability Scoring System (CVSS) angewandt. Der CVSS-Standard ermöglicht es, potenzielle oder tatsächliche Sicherheitslücken auf Basis verschiedener Kriterien miteinander zu vergleichen, um eine darauf aufbauende Prioritätenliste zur Einleitung von Gegenmaßnahmen zu erstellen. Für die Schweregrade einer Schwachstelle werden die Attribute "keine", "niedrig", "mittel", "hoch" und "kritisch" verwendet. Der Base Score bewertet die Voraussetzungen für einen Angriff (u.a. Authentifizierung, Komplexität, Privilegien, Userinteraktion) sowie dessen Konsequenzen. Beim Temporal Score fließen über die Zeit veränderbare Rahmenbedingungen in die Bewertung ein. Das Risiko der aktuellen Schwachstelle wird nach dem CVSS mit einem Base Score von 7,3 als "mittel" eingeschätzt.

ffmpeg Bug: Schwachstelle ermöglicht nicht spezifizierten Angriff

Das FFmpeg-Projekt besteht aus freien Programmen und Bibliotheken, die es ermöglichen, digitales Video- und Audiomaterial aufzunehmen, zu konvertieren, zu streamen und abzuspielen. Zudem enthält es mit libavcodec eine Audio- und Video-Codec-Sammlung, die verschiedene Codecs zur Verfügung stellt.

Ein Angreifer kann eine Schwachstelle in ffmpeg ausnutzen, um einen nicht näher spezifizierten Angriff durchzuführen.

Die Verwundbarkeit wird mit der eindeutigen CVE-Seriennummer (Common Vulnerabilities and Exposures) CVE-2025-63757 gehandelt.

Von der ffmpeg-Sicherheitslücke betroffene Systeme im Überblick

Betriebssysteme
UNIX, Windows

Produkte
Debian Linux (cpe:/o:debian:debian_linux)
Ubuntu Linux (cpe:/o:canonical:ubuntu_linux)
SUSE Linux (cpe:/o:suse:suse_linux)
Open Source ffmpeg <8.0.1 (cpe:/a:ffmpeg:ffmpeg)
Open Source ffmpeg 8.0.1 (cpe:/a:ffmpeg:ffmpeg)

Allgemeine Maßnahmen zum Umgang mit IT-Sicherheitslücken

  1. Anwender der betroffenen Anwendungen sollten diese auf dem aktuellsten Stand halten. Hersteller sind bei Bekanntwerden von Sicherheitslücken dazu angehalten, diese schnellstmöglich durch Entwicklung eines Patches oder eines Workarounds zu beheben. Sollten Sicherheitspatches verfügbar sein, installieren Sie diese zeitnah.
  2. Konsultieren Sie zu Informationszwecken die im nächsten Abschnitt aufgeführten Quellen. Häufig enthalten diese weiterführende Informationen zur aktuellsten Version der betreffenden Software sowie zur Verfügbarkeit von Sicherheitspatches oder Hinweise zu Workarounds.
  3. Wenden Sie sich bei weiteren Fragen oder Unsicherheiten an Ihren zuständigen Administrator. IT-Sicherheitsverantwortliche sollten die genannten Quellen regelmäßig daraufhin prüfen, ob ein neues Sicherheitsupdate zur Verfügung steht.

Hersteller-Informationen zu Updates, Patches und Workarounds

An dieser Stelle befinden sich weiterführende Links mit Informationen über Bug-Reports, Security-Fixes und Workarounds.

Ubuntu Security Notice USN-7982-1 vom 2026-01-28 (27.01.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://ubuntu.com/security/notices/USN-7982-1

SUSE Security Update SUSE-SU-2026:0229-1 vom 2026-01-22 (22.01.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://lists.suse.com/pipermail/sle-security-updates/2026-January/023856.html

SUSE Security Update SUSE-SU-2026:0198-1 vom 2026-01-21 (21.01.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://lists.suse.com/pipermail/sle-security-updates/2026-January/023830.html

Debian Security Advisory DLA-4440 vom 2026-01-17 (18.01.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://lists.debian.org/debian-lts-announce/2026/01/msg00011.html

FFmpeg Security vom 2025-12-03 (03.12.2025)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://ffmpeg.org/security.html

Versionshistorie dieses Sicherheitshinweises

Dies ist die 6. Version des vorliegenden IT-Sicherheitshinweises für ffmpeg. Bei Bekanntgabe weiterer Updates wird dieser Text aktualisiert. Die vorgenommenen Änderungen können Sie anhand der folgenden Versionshistorie nachvollziehen.

03.12.2025 - Initiale Fassung
18.12.2025 - Referenz(en) aufgenommen: EUVD-2025-204282
18.01.2026 - Neue Updates von Debian aufgenommen
21.01.2026 - Neue Updates von SUSE aufgenommen
22.01.2026 - Neue Updates von SUSE aufgenommen
27.01.2026 - Neue Updates von Ubuntu aufgenommen

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf Basis aktueller BSI-Daten generiert und wird je nach Warnlage datengetrieben aktualisiert. Feedback und Anmerkungen nehmen wir unter hinweis@news.de entgegen. +++

/roj/news.de

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.