ffmpeg: Schwachstelle ermöglicht Codeausführung und potenziell Denial of Service

Ein für ffmpeg herausgegebener Sicherheitshinweis hat vom BSI ein Update erhalten. Wie sich betroffene Anwender verhalten sollten, erfahren Sie hier.

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Aktuelle IT-Sicherheitshinweise auf news.de (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa | Jana Pape

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat am 02.06.2026 ein Update zu einer am 08.09.2025 bekanntgewordenen Sicherheitslücke für ffmpeg herausgegeben. Betroffen von der Sicherheitslücke sind die Betriebssysteme Linux, UNIX und Windows sowie die Produkte Debian Linux, Red Hat Enterprise Linux, Ubuntu Linux, SUSE openSUSE und Open Source ffmpeg.

Die neuesten Hersteller-Empfehlungen bezüglich Updates, Workarounds und Sicherheitspatches für diese Sicherheitslücke finden Sie hier: openSUSE Security Update OPENSUSE-SU-2026:20855-1 (Stand: 02.06.2026). Weitere nützliche Quellen werden weiter unten in diesem Artikel aufgeführt.

Sicherheitshinweis für ffmpeg - Risiko: mittel

Risikostufe: 4 (mittel)
CVSS Base Score: 6,6
CVSS Temporal Score: 5,9
Remoteangriff: Nein

Zur Bewertung des Schweregrads von Sicherheitsanfälligkeiten in Computersystemen wird das Common Vulnerability Scoring System (CVSS) angewandt. Der CVSS-Standard ermöglicht es, potenzielle oder tatsächliche Sicherheitslücken auf Basis verschiedener Kriterien miteinander zu vergleichen, um eine darauf aufbauende Prioritätenliste zur Einleitung von Gegenmaßnahmen zu erstellen. Für die Schweregrade einer Schwachstelle werden die Attribute "keine", "niedrig", "mittel", "hoch" und "kritisch" verwendet. Der Base Score bewertet die Voraussetzungen für einen Angriff (u.a. Authentifizierung, Komplexität, Privilegien, Userinteraktion) sowie dessen Konsequenzen. Der Temporal Score berücksichtigt darüber hinaus zeitliche Veränderungen hinsichtlich der Gefahrenlage. Das Risiko der aktuellen Schwachstelle wird nach dem CVSS mit einem Base Score von 6,6 als "mittel" eingeschätzt.

ffmpeg Bug: Schwachstelle ermöglicht Codeausführung und potenziell Denial of Service

Das FFmpeg-Projekt besteht aus freien Programmen und Bibliotheken, die es ermöglichen, digitales Video- und Audiomaterial aufzunehmen, zu konvertieren, zu streamen und abzuspielen. Zudem enthält es mit libavcodec eine Audio- und Video-Codec-Sammlung, die verschiedene Codecs zur Verfügung stellt.

Ein Angreifer kann eine Schwachstelle in ffmpeg ausnutzen, um beliebigen Programmcode auszuführen, und potenziell um einen Denial of Service Angriff durchzuführen.

Die Verwundbarkeit wird mit der eindeutigen CVE-Identifikationsnummer (Common Vulnerabilities and Exposures) CVE-2025-9951 gehandelt.

Von der ffmpeg-Sicherheitslücke betroffene Systeme im Überblick

Betriebssysteme
Linux, UNIX, Windows

Produkte
Debian Linux (cpe:/o:debian:debian_linux)
Red Hat Enterprise Linux (cpe:/o:redhat:enterprise_linux)
Ubuntu Linux (cpe:/o:canonical:ubuntu_linux)
SUSE openSUSE (cpe:/o:suse:opensuse)
Open Source ffmpeg <8.0 (cpe:/a:ffmpeg:ffmpeg)
Open Source ffmpeg 8.0 (cpe:/a:ffmpeg:ffmpeg)

Allgemeine Maßnahmen zum Umgang mit IT-Schwachstellen

  1. Anwender der betroffenen Anwendungen sollten diese auf dem aktuellsten Stand halten. Hersteller sind bei Bekanntwerden von Sicherheitslücken dazu angehalten, diese schnellstmöglich durch Entwicklung eines Patches oder eines Workarounds zu beheben. Sollten Sicherheitspatches verfügbar sein, installieren Sie diese zeitnah.
  2. Konsultieren Sie zu Informationszwecken die im nächsten Abschnitt aufgeführten Quellen. Häufig enthalten diese weiterführende Informationen zur aktuellsten Version der betreffenden Software sowie zur Verfügbarkeit von Sicherheitspatches oder Hinweise zu Workarounds.
  3. Wenden Sie sich bei weiteren Fragen oder Unsicherheiten an Ihren zuständigen Administrator. IT-Sicherheitsverantwortliche sollten regelmäßig prüfen, wann der von der IT-Sicherheitswarnung betroffene Hersteller ein neues Sicherheitsupdate zur Verfügung stellt.

Quellen zu Updates, Patches und Workarounds

An dieser Stelle befinden sich weiterführende Links mit Informationen über Bug-Reports, Security-Fixes und Workarounds.

openSUSE Security Update OPENSUSE-SU-2026:20855-1 vom 2026-06-02 (02.06.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://lists.opensuse.org/archives/list/security-announce@lists.opensuse.org/thread/F5ETIVB5ZYRWKNJ2IY22K7D5OHJI3VXV/

openSUSE Security Update OPENSUSE-SU-2026:10890-1 vom 2026-06-01 (01.06.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://lists.opensuse.org/archives/list/security-announce@lists.opensuse.org/thread/7NT2CERI46GEPLX7E3HJ5CWXKRBRDN6B/

openSUSE Security Update OPENSUSE-SU-2026:10867-1 vom 2026-05-28 (28.05.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://lists.opensuse.org/archives/list/security-announce@lists.opensuse.org/thread/L2TVHM7XOAV45JHZ254UZQQMDW55RPUM/

openSUSE Security Update OPENSUSE-SU-2026:10866-1 vom 2026-05-28 (28.05.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://lists.opensuse.org/archives/list/security-announce@lists.opensuse.org/thread/XSCJKF66LTONP72VM5TT4DGXICKOBAGB/

Red Hat Security Advisory RHSA-2026:19712 vom 2026-05-21 (20.05.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://access.redhat.com/errata/RHSA-2026:19712

Red Hat Security Advisory RHSA-2026:3782 vom 2026-03-04 (04.03.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://access.redhat.com/errata/RHSA-2026:3782

Red Hat Security Advisory RHSA-2026:3462 vom 2026-02-27 (01.03.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://access.redhat.com/errata/RHSA-2026:3462

Red Hat Security Advisory RHSA-2026:3461 vom 2026-02-27 (01.03.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://access.redhat.com/errata/RHSA-2026:3461

Debian Security Advisory DLA-4440 vom 2026-01-17 (18.01.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://lists.debian.org/debian-lts-announce/2026/01/msg00011.html

Ubuntu Security Notice USN-7830-1 vom 2025-10-21 (21.10.2025)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://ubuntu.com/security/notices/USN-7830-1

Google Security Research vom 2025-09-08 (08.09.2025)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://github.com/google/security-research/security/advisories/GHSA-39q3-f8jq-v6mg

Versionshistorie dieses Sicherheitshinweises

Dies ist die 10. Version des vorliegenden IT-Sicherheitshinweises für ffmpeg. Sollten weitere Updates bekanntgegeben werden, wird dieser Text aktualisiert. Die vorgenommenen Änderungen können Sie anhand der folgenden Versionshistorie nachvollziehen.

08.09.2025 - Initiale Fassung
09.09.2025 - Referenz(en) aufgenommen: EUVD-2025-27255
21.10.2025 - Neue Updates von Ubuntu aufgenommen
18.01.2026 - Neue Updates von Debian aufgenommen
01.03.2026 - Neue Updates von Red Hat aufgenommen
04.03.2026 - Neue Updates von Red Hat aufgenommen
20.05.2026 - Neue Updates von Red Hat aufgenommen
28.05.2026 - Neue Updates von openSUSE aufgenommen
01.06.2026 - Neue Updates von openSUSE aufgenommen
02.06.2026 - Neue Updates von openSUSE aufgenommen

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf Basis aktueller BSI-Daten generiert und wird je nach Warnlage datengetrieben aktualisiert. Feedback und Anmerkungen nehmen wir unter hinweis@news.de entgegen. +++

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