IT-Sicherheit: Linux, UNIX und Windows bedroht - Update für IT-Sicherheitshinweis zu ffmpeg (Risiko: mittel)
Wie das BSI meldet, hat die IT-Sicherheitswarnung bezüglich einer bekannten Schwachstelle für ffmpeg ein Update erhalten. Wie sich betroffene User verhalten sollten, erfahren Sie hier.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat am 04.03.2026 ein Update zu einer am 08.09.2025 bekanntgewordenen Sicherheitslücke für ffmpeg veröffentlicht. Betroffen von der Sicherheitslücke sind die Betriebssysteme Linux, UNIX und Windows sowie die Produkte Debian Linux, Red Hat Enterprise Linux, Ubuntu Linux und Open Source ffmpeg.
Die neuesten Hersteller-Empfehlungen bezüglich Updates, Workarounds und Sicherheitspatches für diese Sicherheitslücke finden Sie hier: Red Hat Security Advisory RHSA-2026:3782 (Stand: 04.03.2026). Weitere nützliche Quellen werden weiter unten in diesem Artikel aufgeführt.
Sicherheitshinweis für ffmpeg - Risiko: mittel
Risikostufe: 4 (mittel)
CVSS Base Score: 6,6
CVSS Temporal Score: 5,9
Remoteangriff: Nein
Zur Bewertung der Verwundbarkeit von Computersystemen wird das Common Vulnerability Scoring System (CVSS) angewandt. Der CVSS-Standard ermöglicht es, potenzielle oder tatsächliche Sicherheitslücken auf Basis verschiedener Kriterien miteinander zu vergleichen, um eine darauf aufbauende Prioritätenliste zur Einleitung von Gegenmaßnahmen zu erstellen. Für die Schweregrade einer Schwachstelle werden die Attribute "keine", "niedrig", "mittel", "hoch" und "kritisch" verwendet. Der Base Score bewertet die Voraussetzungen für einen Angriff (u.a. Authentifizierung, Komplexität, Privilegien, Userinteraktion) sowie dessen Konsequenzen. Der Temporal Score berücksichtigt darüber hinaus zeitliche Veränderungen hinsichtlich der Gefahrenlage. Der Schweregrad der hier behandelten Schwachstelle wird nach dem CVSS mit einem Base Score von 6,6 als "mittel" eingeschätzt.
ffmpeg Bug: Schwachstelle ermöglicht Codeausführung und potenziell Denial of Service
Das FFmpeg-Projekt besteht aus freien Programmen und Bibliotheken, die es ermöglichen, digitales Video- und Audiomaterial aufzunehmen, zu konvertieren, zu streamen und abzuspielen. Zudem enthält es mit libavcodec eine Audio- und Video-Codec-Sammlung, die verschiedene Codecs zur Verfügung stellt.
Ein Angreifer kann eine Schwachstelle in ffmpeg ausnutzen, um beliebigen Programmcode auszuführen, und potenziell um einen Denial of Service Angriff durchzuführen.
Klassifiziert wurde die Schwachstelle mithilfe des CVE-Referenziersystems (Common Vulnerabilities and Exposures) durch die individuelle Seriennummer CVE-2025-9951.
Von der ffmpeg-Sicherheitslücke betroffene Systeme im Überblick
Betriebssysteme
Linux, UNIX, Windows
Produkte
Debian Linux (cpe:/o:debian:debian_linux)
Red Hat Enterprise Linux (cpe:/o:redhat:enterprise_linux)
Ubuntu Linux (cpe:/o:canonical:ubuntu_linux)
Open Source ffmpeg <8.0 (cpe:/a:ffmpeg:ffmpeg)
Open Source ffmpeg 8.0 (cpe:/a:ffmpeg:ffmpeg)
Allgemeine Maßnahmen zum Umgang mit IT-Sicherheitslücken
- Anwender der betroffenen Anwendungen sollten diese auf dem aktuellsten Stand halten. Hersteller sind bei Bekanntwerden von Sicherheitslücken dazu angehalten, diese schnellstmöglich durch Entwicklung eines Patches oder eines Workarounds zu beheben. Sollten Sicherheitspatches verfügbar sein, installieren Sie diese zeitnah.
- Konsultieren Sie zu Informationszwecken die im nächsten Abschnitt aufgeführten Quellen. Häufig enthalten diese weiterführende Informationen zur aktuellsten Version der betreffenden Software sowie zur Verfügbarkeit von Sicherheitspatches oder Hinweise zu Workarounds.
- Wenden Sie sich bei weiteren Fragen oder Unsicherheiten an Ihren zuständigen Administrator. IT-Sicherheitsverantwortliche sollten regelmäßig prüfen, wann das herstellende Unternehmen ein neues Sicherheitsupdate zur Verfügung stellt.
Quellen zu Updates, Patches und Workarounds
An dieser Stelle befinden sich weiterführende Links mit Informationen über Bug-Reports, Security-Fixes und Workarounds.
Red Hat Security Advisory RHSA-2026:3782 vom 2026-03-04 (04.03.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://access.redhat.com/errata/RHSA-2026:3782
Red Hat Security Advisory RHSA-2026:3462 vom 2026-02-27 (01.03.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://access.redhat.com/errata/RHSA-2026:3462
Red Hat Security Advisory RHSA-2026:3461 vom 2026-02-27 (01.03.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://access.redhat.com/errata/RHSA-2026:3461
Debian Security Advisory DLA-4440 vom 2026-01-17 (18.01.2026)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://lists.debian.org/debian-lts-announce/2026/01/msg00011.html
Ubuntu Security Notice USN-7830-1 vom 2025-10-21 (21.10.2025)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://ubuntu.com/security/notices/USN-7830-1
Google Security Research vom 2025-09-08 (08.09.2025)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://github.com/google/security-research/security/advisories/GHSA-39q3-f8jq-v6mg
Versionshistorie dieses Sicherheitshinweises
Dies ist die 6. Version des vorliegenden IT-Sicherheitshinweises für ffmpeg. Bei Bekanntgabe weiterer Updates wird dieser Text aktualisiert. Die vorgenommenen Änderungen können Sie anhand der folgenden Versionshistorie nachvollziehen.
08.09.2025 - Initiale Fassung
09.09.2025 - Referenz(en) aufgenommen: EUVD-2025-27255
21.10.2025 - Neue Updates von Ubuntu aufgenommen
18.01.2026 - Neue Updates von Debian aufgenommen
01.03.2026 - Neue Updates von Red Hat aufgenommen
04.03.2026 - Neue Updates von Red Hat aufgenommen
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf Basis aktueller BSI-Daten generiert und wird je nach Warnlage datengetrieben aktualisiert. Feedback und Anmerkungen nehmen wir unter hinweis@news.de entgegen. +++
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