Fußball News: Hannover reagiert auf Fankrawalle: "Inakzeptable Eskalation"

Lange bleibt es beim Niedersachsen-Derby zwischen Braunschweig und Hannover ruhig. Doch kurz vor Spielende sorgen 96-Fans für Ausschreitungen. Nun reagiert der Club.

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Hannover 96 hat die schweren Ausschreitungen seiner eigenen Fans im brisanten Niedersachsen-Derby gegen Eintracht Braunschweig scharf kritisiert und Konsequenzen angekündigt. "Die Eindrücke dieses Tages sind insbesondere durch die inakzeptable Eskalation im 96-Gästeblock kurz vor Ende der Partie geprägt", schrieb der Zweitligist in einer Stellungnahme.

Was war passiert? Nach dem Tor zum 2:0-Endstand durch Braunschweigs Yann Sturm (90.+2) waren aus dem Fan-Block von Hannover Raketen und bengalische Feuer in den Zuschauerblock und auf das Spielfeld geschossen worden.

Hannover verurteilt Szenen "auf das Schärfste"

"Dies sind Szenen, die Hannover 96 auf das Schärfste verurteilt und für die es keinerlei Entschuldigung gibt. Die Verursacher waren sich der Konsequenzen ihres Handelns bewusst. Sie haben die Gesundheit anderer Menschen wissentlich gefährdet", äußerte Hannover in dem Statement. Man werde sich "aktiv daran beteiligen, die Verursacher dieser Vorfälle zu identifizieren", hieß es weiter.

Die Feuerwehr musste kleinere Brände löschen. Schiedsrichter Tobias Reichel unterbrach die Partie für zehn Minuten. "Das trübte die Bilanz des Gesamteinsatzes", hatte ein Polizeisprecher zu den Szenen gesagt. Denn: Vor und nach dem Vorfall blieb es den Angaben nach ruhig. "Nennenswerte Vorkommnisse sind nicht bekannt", erklärte Hannover 96.

Innenministerin hatte an beide Fan-Lager appelliert

Mit einem Extra-Zug waren 1.900 Anhänger aus Hannover nach Braunschweig gebracht und vom Bahnhof zum Stadion begleitet worden. Die Polizei sicherte das als Hochrisikospiel eingestufte Derby mit einem massiven Aufgebot. Dabei war ein Augenmerk, die beiden verfeindeten Fan-Lager zu trennen.

Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (SPD) hatte an die Vereine und beiden Fan-Lager appelliert und vor Konsequenzen bei Randale gewarnt. "Sollte dies nicht der Fall sein, sehen wir uns gezwungen, zukünftig weitergehende Maßnahmen wie personalisierte Tickets, reduzierte Gästefan-Kontingente oder sogar Geisterspiele anordnen zu müssen", hatte sie gesagt.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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