Nations League: Bischof, Pavlovic, Wirtz: Klopps "Krawall"-Trio macht Spaß
So stellt sich der neue Bundestrainer das Mittelfeldspiel der DFB-Elf vor. Zwei Bayern-Youngster und Flo Wirtz begeistern gegen Serbien. Bei einem brisanten Thema mag Klopp aber "nicht mitsingen".
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Was hat wohl Joshua Kimmich auf der Tribüne gedacht? In seinem Heimstadion feierte die Fußball-Nationalmannschaft ohne den Kapitän den ersten Sieg unter Jürgen Klopp. Und dann trat das Mittelfeldtrio mit seinen zwei jungen Bayern-Kollegen Aleksandar Pavlovic (22) und Tom Bischof (21) zusammen mit Florian Wirtz (23) beim dominanten 2:0 gegen Serbien auch noch so harmonisch und wirkungsvoll auf, wie es sich der Bundestrainer in seinem präferierten 4-3-3-System für die Zukunft konstant wünscht.
Klopp und die nervige "Jo-Kimmich-Geschichte"
Klopp witterte das brisante Thema natürlich sofort - und grätschte verbal dazwischen. "Das ist so ein schöner Abend", stöhnte er - und am Ende werde daraus medial "eine Jo-Kimmich-Geschichte" gemacht. Aber nicht mit ihm. "Da kann ich leider nicht mitsingen. Ich habe nicht das Gefühl, dass es nur in dieser Konstellation geht. Aber heute hat es in der Konstellation gut funktioniert."
Bischof, Pavlovic, Wirtz - das dynamische Trio begeisterte. Es ergänzte sich auffallend gut - gegen den freilich schwächsten Gruppengegner in der Nations League. "Heute waren die Jungs auf Krawall eingestellt", schwärmte Klopp: "Das Gegenpressing ist durch die Decke gegangen." Wie ein Schwarm überfielen die DFB-Kicker die Serben bei Ballgewinnen. Auch dafür waren die Drei im Herzen des Spiels, im Maschinenraum, hauptverantwortlich.
Ihr auffälligstes Gemeinschaftswerk war aber das Führungstor, das Pavlovic mit einem feinen Volley-Pass einleitete. Bei dem Wirtz nach der Ballannahme und einem Haken den Pfosten traf. Und schließlich Bischof bei seinem Premierentor im zweiten Länderspiel den Ball mit richtig viel Schmackes ins Netz drosch.
Die drei Köpfe des Spiels:
Florian Wirtz
So wollen die Fans den Ballzauberer sehen. Klopp auch. Und in Liverpool wünschen sie sich ebenfalls diese Version des Florian Wirtz. "Er ist für uns ein sehr wichtiger Spieler", sagte der Bundestrainer, der auch an seinen Ex-Club dachte: "Ich glaube, dass in Liverpool heute alle sehr happy sind. Sie haben einen Jungen gesehen, der vor Spielfreude sprüht und der bretthart gearbeitet hat."
Das 47. Länderspiel war eines der Besten des einstigen Leverkuseners. Am ersten Tor war er beteiligt. Das zweite schoss er selbst. Dazu war er nach der Pause erstmals Kapitän. Er tat, was Klopp sich von ihm wünschte. "Dass ich wieder den Fußball spiele, den man von mir gewöhnt ist. Es geht auf jeden Fall in die Richtung", sagte Wirtz. Bischof schwärmte vom Zocken mit Wirtz. "Er ist ein brutaler Fußballer. Der versteht den Fußball, hat so viel Ahnung."
Tom Bischof
War es das bisher bestes Spiel in seiner noch jungen Karriere? "Eines meiner wichtigsten", antwortete der schlaue Profi. Von "Gänsehaut" sprach er noch nach dem Duschen. Der Youngster, der beim FC Bayern im Mittelfeld-Ranking (noch) hinter Kimmich und Pavlovic steht, war griffig, dynamisch, bissig.
Das Tor war seine emotionale Krönung des Abends. "Es war gar nicht so einfach, wie es aussah", sagte er zur Ausführung des Schusses. Danach wollte er "einfach nur alles rausschreien, es war ein unbeschreibliches Gefühl". Klopp lobte im Telegrammstil: "Toller Junge. Geiler Kicker. Tolle Einstellung."
Aleksandar Pavlovic
Als Klopp von Bischof und dem Mittelfeld schwärmte, fiel auch sofort der Name seines Bayern-Kollegen. "Weil wir schon über den Bereich sprechen, muss man auch über Pavlo sprechen. Ich kenne den noch nicht so lange", sagte der Bundestrainer - und sagte dann: "Huch, der kann auch einen Ball spielen."
Und das viel, viel besser als bei der Weltmeisterschaft in Amerika, seinem Turnierdebüt. Pavlovic bestach durch defensive Präsenz und war offensiv der Spielbeschleuniger. Ballsicher. Zielstrebig. "Pavlo ist ein sehr, sehr guter Kicker", sagte Bischof über seinen Bayern-Kumpel, der selbst nicht sprach, sondern mit einer schwarzen Plastiktüte durch die Reporterzone eilte.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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