Radsport: "Komplett weg": Schwedin erleidet Knochenbruch bei WM-Sturz

Nach dem Massensturz bei der Rad-WM gibt Nationaltrainer Persson Entwarnung: Caroline Andersson ist ansprechbar, hat aber ein gebrochenes Schlüsselbein.

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Tadej Pogacar (r) aus Slowenien vom UAE Team Emirates in Aktion bei der 21. Etappe der Tour de France. (Symbolbild) (Foto) Suche
Tadej Pogacar (r) aus Slowenien vom UAE Team Emirates in Aktion bei der 21. Etappe der Tour de France. (Symbolbild) Bild: picture alliance/dpa/Belga | Pete Goding

Der bei der Straßenrad-WM in Montreal schwer gestürzten Caroline Andersson geht es den Umständen entsprechend gut. Das sagte der schwedische Nationaltrainer Lucas Persson dem Sender SVT. "Sie ist ansprechbar und bei Bewusstsein. Das ist sehr positiv", sagte Persson. "Sie wird noch immer untersucht. Wir wissen aber, dass sie ein gebrochenes Schlüsselbein hat. Zudem ist sie hart auf den Kopf gefallen."

Andersson war in einen Massensturz etwa 95 Kilometer vor dem Ziel verwickelt. Die 25-Jährige lag zunächst regungslos und mit Blut überströmten Gesicht auf dem Asphalt. "Als wir zu ihr kamen, war sie bewusstlos. Sie war komplett weg. Es war angsteinflößend, man weiß einfach nicht, was man in diesem Moment tun soll", berichtete Persson.

Zwei Sanitäter waren schnell am Ort des Geschehens und legten Andersson eine Halskrause an. Ihre Teamkollegin Julia Borgström war von dem Sturz so mitgenommen, dass sie das Rennen nicht fortsetzen konnte. Hemmungslos weinend stieg die 25-Jährige im Zielbereich auf der Avenue du Parc vom Rad. "Ihr geht es wieder gut. Sie ist froh, dass Caroline reden kann", sagte Persson.

Blasi kritisiert Risiko

Neben Andersson war auch die Australierin Lauretta Hanson ins Krankenhaus gebracht worden. Die 31-Jährige hatte nach dem Crash lange regungslos auf dem Asphalt gelegen. Über ihren Zustand gab es zunächst keine weiteren Informationen. Laut australischen Medienberichten soll Hanson später wieder bei Bewusstsein gewesen sein.

Die Titelverteidigerin Magdeleine Vallieres aus Kanada, die WM-Zweite Niamh Fisher-Black aus Neuseeland, Kim le Court aus Mauritius sowie das spanische Top-Talent Paula Blasi waren ebenfalls in den Sturz involviert - und büßten dadurch ihre Medaillenchancen ein. "Als wir auf den Rundkurs gekommen sind, wurde es verrückt. Da wurde viel zu hohes Risiko gegangen", sagte Blasi nach ihrer Aufgabe. Vallieres und Fisher-Black gaben das Rennen später ebenfalls auf.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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