Radsport: Vierter WM-Titel: Evenepoel knackt Martin-Rekord

Remco Evenepoel ist beim WM-Zeitfahren der große Favorit - und liefert. Der Belgier holt seinen vierten Titel und liegt damit gleichauf mit einem Deutschen.

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Tadej Pogacar (r) aus Slowenien vom UAE Team Emirates in Aktion bei der 21. Etappe der Tour de France. (Symbolbild) (Foto) Suche
Tadej Pogacar (r) aus Slowenien vom UAE Team Emirates in Aktion bei der 21. Etappe der Tour de France. (Symbolbild) Bild: picture alliance/dpa/Belga | Pete Goding

Remco Evenepoel ist zum vierten Mal Weltmeister im Einzelzeitfahren und hat damit den Rekord von Tony Martin eingestellt. Mit einer überlegenen Vorstellung gewann der belgische Ausnahme-Radprofi in Montreal mit 57 Minuten Sekunden Vorsprung vor dem Italiener Filippo Ganna. Bronze ging an Paul Seixas. Dem 19 Jahre alte französischen Top-Talent fehlten 1:13 Minuten auf Evenepoel.

Wie bereits Martin (2011-13/2016) und der Schweizer Fabian Cancellara (2006/2007/2009/2010) krönte sich Evenepoel zum vierten Mal zum besten Zeitfahrer der Welt. Dem 26-Jährigen gelangen seine Triumphe allerdings direkt hintereinander. In der WM-Wertung des Weltverbandes UCI liegen Evenepoel und Martin mit nun vier Titeln, einmal Silber und zweimal Bronze gleichauf. Cancellara gewann dreimal Bronze.

Sturz-Pech bei Söderqvist

Die deutschen Starter Jasha Sütterlin und Maximilian Walscheid verpassten auf den Plätzen 14 und 27 ein Top-Ergebnis. Während Sütterlin mit seiner Leistung die Zielsetzung erfüllte, war Walscheid sichtlich enttäuscht und im Ziel noch ratlos. "Das war schon unter meinen Erwartungen. Ich hatte mich im Vorfeld ein bisschen weiter vorn gesehen", sagte Walscheid im ZDF.

Vorn war Evenepoel - und zwar bei jeder der drei Zwischenzeiten. Schon zur Halbzeit der 39,2 Kilometer war der Vorsprung auf über eine halbe Minute angewachsen. Da lag noch der junge Schwede Jakob Söderqvist auf Platz zwei. Der U23-Weltmeister des Vorjahres war lange auf Medaillenkurs, stürzte aber rund 2,5 Kilometer vor dem Ziel und wurde am Ende Fünfter.

Ganna profitierte von seiner starken Renneinteilung. Der Weltmeister von 2020 und 2021 lag bei der ersten Zwischenzeit nur auf Platz zehn. Doch der 30-Jährige spielte vor allem im zweiten Teil der Strecke, die unter anderem über den Formel-1-Kurs von Montreal führte, seine Stärken aus und sicherte sich zum dritten Mal nach 2023 und 2024 Silber.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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