Olympia 2026: Spitzensport-Zeugnis: Bob und Rodeln top, Eisläufer hinten
Im Eiskanal haben deutsche Wintersportler die besten Erfolgschancen auf Medaillen bei Olympia. Zu diesem Ergebnis kommt ein Expertenbericht zum Spitzensport. Düster sieht es für Eisläufer aus.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Der Bob- und Schlittenverband für Deutschland hat bei der für die Fördergelder wichtigen Analyse der olympischen Wintersportverbände erneut am besten abgeschnitten. Dem Bericht der sogenannten Potenzialanalyse (Potas) zufolge belegen alle dem BSD zugehörigen Disziplingruppen die ersten sechs Plätze der Rangliste. Die größten Erfolgschancen werden den deutschen Bob-Frauen um Laura Nolte eingeräumt, gefolgt von den Rennrodlern.
Mithilfe von Potas sollen die Fördergelder des Bundes stärker anhand von Erfolgserwartungen und Medaillenchancen verteilt werden. In die Analyse der insgesamt sieben Spitzenverbände und ihrer 38 Disziplingruppen fließen sowohl die bisherigen Erfolge als auch das Kaderpotenzial ein.
Diese Disziplin fällt weit zurück
Wie bereits im Bericht vor vier Jahren schnitten die Deutsche Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG) sowie die Deutsche Eislauf-Union (DEU) besonders schwach ab. Schlusslicht ist der Frauen-Shorttrack, die Männer belegen Rang 35. Auch die Einzeldisziplinen im Eiskunstlauf finden sich unter den letzten sechs Plätzen. Die Alpin-Männer fielen von Rang 14 auf 27 zurück.
Bitter aus deutscher Sicht: Der Nordischen Kombination der Männer werden auf Platz acht eigentlich gute Erfolgschancen eingeräumt. Allerdings zählt die Sportart für die Winterspiele 2030 in Frankreich nicht mehr zum Wettkampfprogramm.
26 Medaillen für Deutschland bei Olympia 2026
Bei den Winterspielen von Mailand und Cortina d'Ampezzo gewann Deutschland 26 Medaillen und landete im Medaillenspiegel auf Platz fünf. Die Bobfahrer um Johannes Lochner holten achtmal Edelmetall, die Skeletonis gewannen sechs Medaillen, die Rennrodler um Tobias Wendl und Tobias Arlt fünf. Die DESG beendete die Spiele zum vierten Mal nacheinander ohne Medaille. Die DEU gewann nur im Paarlaufen durch Minerva Hase und Nikita Volodin Bronze.
Potas als Grundlage für Sportagentur?
Künftig soll das Sportfördergesetz die Grundlage für die sportliche Förderung des Spitzensports bilden. Herzstück der Reform ist die Gründung einer unabhängigen Spitzensportagentur mit Sitz in Leipzig. Die Agentur soll 2027 ihre Arbeit aufnehmen und unabhängig sowie eigenständig die Steuer-Millionen verteilen. Die von Potas ermittelten Potenziale sollen in die Arbeit der Agentur einfließen, Details sind noch unklar.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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