Fußball: Nach FIFA-Krisensitzung: UEFA droht weiter mit Boykott
Trotz des Rückzugs der umstrittenen Investorenpläne der FIFA hält die UEFA an ihrer Boykottdrohung fest. Der Kontinentalverband hält den Druck auf FIFA-Präsident Infantino aufrecht.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Die Europäische Fußball-Union UEFA droht auch nach dem Eingeständnis eines Fehlers von FIFA-Präsident Gianni Infantino beim gescheiterten Investorendeal weiter mit einem WM-Boykott. Die Voraussetzungen seien nicht erfüllt, um die Drohung zurückzunehmen, erklärte die UEFA auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. "Erstens mussten die Vorschläge zum Verkauf der großen Wettbewerbe zurückgezogen werden. Zweitens mussten Zusicherungen gegeben werden, dass solche Versuche, den Fußball auf diese Weise zu entstellen, nie wieder unternommen werden."
Darüber hinaus bekräftigte die UEFA, dass das Vertrauen in Infantino verloren gegangen sei. An dieser Haltung halte man fest, stellte der Verband klar. "Die gestrige Bekanntgabe, dass einige Angestellte des FIFA-Präsidenten (deren Karriere von seiner Gunst abhängt) ihm zustimmen, ändert nichts daran", hieß es vom Kontinentalverband weiter.
Infantino erhält bei Notfallsitzung "uneingeschränkte Unterstützung"
Zuvor hatte Infantino nach einer für ihn gelungenen Notfallsitzung des Weltverbands in Marokko ein positives Fazit gezogen. FIFA-Generalsekretär Mattias Grafström und die anwesenden Mitglieder des Management-Boards hätten "ihre uneingeschränkte Unterstützung" für Infantino bekräftigt, "als den einzigen Amtsträger, der von den 211 FIFA-Mitgliedsverbänden gewählt wurde", hieß es in einer Mitteilung späten Mittwochabend.
Infantino hatte zuletzt für eine Welle der Empörung in der Fußball-Welt gesorgt, als Investorenpläne bekannt wurden. Er wollte Anteile an den Premium-Produkten des Weltverbands an private Investoren verkaufen. Der FIFA-Chef lenkte zwar ein und verwarf die Idee - dennoch formiert sich vor allem in Europa heftiger Widerstand gegen ihn. Die aktuelle Krise könnte das Ende von Infantinos inzwischen zehnjähriger Amtszeit als FIFA-Präsident bedeuten.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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