WM-Investoren: Asiens Verband warnt: FIFA-Pläne spalten die Fußballwelt

Der Widerstand gegen Gianni Infantino wächst. Auch der asiatische Verband solidarisiert sich mit der UEFA - und sieht in den FIFA-Investorenplänen große Risiken für die Einheit des Weltfußballs.

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Der Widerstand für FIFA-Präsident Gianni Infantino in der Debatte um seine Investorenpläne wird größer: Der asiatische Fußballdachverband AFC hat sich mit der UEFA und der für Nord- und Mittelamerika und die Karibik zuständigen Concacaf solidarisiert. Die Europäischen Fußball-Union und die Concacaf lehnen die Investorenpläne entschieden ab, die UEFA droht gar mit einem WM-Boykott, sollten diese nicht abgeräumt werden.

"Die AFC solidarisiert sich mit der UEFA und der Concacaf und äußert ernsthafte Bedenken hinsichtlich des Vorschlags der FIFA, private Investitionen in die wichtigsten FIFA-Wettbewerbe einzubeziehen", hieß es in einer Mitteilung. Die asiatischen Mitgliedsverbände lehnen die Pläne demnach zwar nicht kategorisch ab, kritisieren aber die "beispiellosen Spaltungen, die sich in der gesamten Fußballwelt gezeigt haben". Dass ein WM-Boykott öffentlich diskutiert werde, "sollte jeden beunruhigen, dem die Zukunft unseres Sports am Herzen liegt. Der Fußball hätte niemals in eine solche Lage gebracht werden dürfen", hieß es in der AFC-Mitteilung.

Die FIFA hatte mitgeteilt, mit dem potenziellen Verkauf eines Teils ihrer kommerziellen Rechte etwa an der WM eine Milliardensumme einspielen zu wollen. Für die Umsetzung will die FIFA das Tochterunternehmen FIFA Forward Enterprise (FFE) gründen. Laut Berichten setzte der Weltverband eine Frist für die Zustimmung zum geplanten Investorendeal und versprach im Gegenzug eine Sonderzahlung. Der Stichtag soll demnach der 19. September sein.

AFC-Kritik: "Nicht das erste Mal..."

Ohne UEFA und Concacaf fehle laut AFC der notwendige breite Konsens für weitere Schritte in der Investorenfrage. Jeder Vorschlag, der die Einheit und den universellen Charakter der Weltmeisterschaft zu untergraben drohe, müsse überdacht werden. Die aktuelle Debatte zeige zudem "grundlegende Schwächen" in den Entscheidungsprozessen der FIFA auf. Der Weltverband müsse für mehr Transparenz sorgen und nun Reformen anstoßen.

"Dies ist nicht das erste Mal, dass wichtige Interessengruppen mit bedeutenden Initiativen konfrontiert werden, nachdem die Richtung offenbar bereits festgelegt wurde", kritisierte die AFC. "Ein solcher Ansatz untergräbt das Vertrauen in das Führungssystem der FIFA und schmälert die Autorität ihrer satzungsmäßigen Gremien." Echte Demokratie beinhalte nicht nur die Möglichkeit zur Stimmabgabe, sondern auch Beratung, Beteiligung und transparente Führung.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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