Tennis News: Tennisspielerinnen müssen sich Geschlechtstest unterziehen

Alle Spielerinnen, die auf der WTA-Tour spielen wollen, müssen einen einmaligen Gen-Test machen. Was hinter der neuen Tennis-Richtlinie steckt.

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Aktuelle Tennis-News auf news.de (Symbolbild). Quelle: picture alliance/dpa | Tom Weller Bild: picture alliance/dpa | Tom Weller

Tennisspielerinnen müssen künftig einen einmaligen Gentest absolvieren, um auf der Damentour starten zu dürfen. Das bestätigte die Vereinigung der professionellen Tennisspielerinnen WTA der Deutschen Presse-Agentur und verwies auf ihre aktualisierten Teilnahmebedingungen.

"Die WTA ist sich bewusst, dass es sich hierbei um ein sensibles und komplexes Thema handelt und verpflichtet sich, alle Spielerinnen mit Würde zu behandeln und die Richtlinie auf respektvolle und umsichtige Weise umzusetzen", hieß es in der Mitteilung. Vergleichbare Tests haben auch andere internationale Sportverbände, etwa in der Leichtathletik und im Boxen, bereits eingeführt.

Tests per Wangenabstrich, Blut- oder Speichelprobe

Die Teilnahmeberechtigung für WTA-Turniere wird künftig durch ein verpflichtendes, einmaliges Screening auf das SRY-Gen nachgewiesen. Dabei wird untersucht, ob das auf dem Y-Chromosom liegende Gen vorhanden ist, das eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung männlicher Geschlechtsmerkmale spielt. Der Gentest kann entweder per Wangenabstrich oder anhand einer Blut- beziehungsweise Speichelprobe durchgeführt werden.

Die neue Richtlinie tritt an diesem Dienstag in Kraft. Bisher durften Transgender-Frauen an WTA-Turnieren teilnehmen, sofern sie ihr Geschlecht als weiblich angegeben und über einen Zeitraum von zwei Jahren vor dem Wettkampf einen gesenkten Testosteronspiegel aufrechterhielten. Derzeit sind keine Transgender-Frauen bekannt, die auf der WTA-Tour aktiv sind.

Box-Wettbewerbe lösten Debatte aus

Die WTA folgt damit der Linie des Internationalen Olympischen Komitees. Auslöser für die verschärfte Politik war die Debatte um die Frauen-Boxwettbewerbe bei den Spielen 2024 in Paris. Die Olympiasiegerinnen Imane Khelif und Lin Yu-ting waren zuvor vom damaligen Box-Weltverband Iba von der WM ausgeschlossen worden, da sie auf der Basis eines nicht näher erläuterten Geschlechtertests angeblich die Teilnahmekriterien nicht erfüllt hatten. Bei Olympia durften beide starten.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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