Fußball News: West-Ham-Abstieg würde Steuerzahler Millionen kosten
West Ham United taumelt dem Abstieg aus der Premier League entgegen. Das frustriert nicht nur die Fans des Clubs, sondern auch den Londoner Bürgermeister. Denn es hat Konsequenzen für Steuerzahler.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Der drohende Abstieg des englischen Fußballvereins West Ham United aus der Premier League in die 2. Liga könnte den Steuerzahler teuer zu stehen kommen. Grund dafür ist der Mietvertrag für das London Stadium, in dem die Hammers seit 2016 ihre Heimspiele austragen.
West Ham hat eine für 99 Jahre gültige Vereinbarung mit der Stadt London. Darin ist festgelegt, dass der Club im Falle eines Abstiegs nur die Hälfte der Jahresmiete von rund 5 Millionen Euro (4,4 Millionen Pfund) bezahlen muss. Weitere kommerzielle Einnahmen des Stadions könnten sinken.
West Ham kurz vor dem Abstieg
Vor dem letzten Spieltag der Premier League steht West Ham auf einem Abstiegsplatz und hat als Tabellen-18. zwei Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Platz 17 belegt Stadtrivale Tottenham Hotspur, der noch zwei Spiele vor sich hat und wegen der deutlich besseren Tordifferenz noch einen Punkt braucht, um den Klassenerhalt praktisch sicher zu haben. Am Dienstag spielen die Spurs beim anderen Lokalrivalen FC Chelsea, der in einer Formkrise steckt.
Die nun drohende Finanzierungslücke im Londoner Haushalt müssten laut Bürgermeister Sadiq Khan die Steuerzahler ausgleichen, die ohnehin schon die Betriebskosten des Stadions finanzieren. Demnach würden zusätzliche 2,8 Millionen Euro (2,5 Millionen Pfund) an Kosten anfallen.
"Deshalb sage ich den Londonern, die keine Spurs-Fans sind: Ihr solltet wahrscheinlich West Ham die Daumen drücken", sagte Khan der BBC. "Denn die Steuerzahler würden verlieren, wenn West Ham absteigt."
Bürgermeister Khan kritisiert Vorgänger Johnson
Gleichzeitig kritisierte der Londoner Bürgermeister seinen Vorgänger Boris Johnson. Der habe 2012 "den denkbar schlechtesten Deal" abgeschlossen, so Khan. Um einen Leerstand des für die Olympischen Spiele gebauten Stadions zu verhindern, wurde West Ham ein lukrativer Deal angeboten, der laut Kritikern zulasten der Steuerzahler geht.
Die Club-Inhaber verkauften daraufhin trotz massiver Proteste die Spielstätte Boleyn Ground, auch Upton Park genannt. Das traditionsreiche Stadion, in dem die Hammers über 100 Jahre gespielt hatten, wurde seitdem abgerissen, um Platz für Wohnraum zu schaffen.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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