Amstel Gold Race: Ergebnisse: Mehrere Stürze, Sensation bei den Damen und ein Pogacar-Duell

Das Amstel Gold Race 2026 läutet die Ardennen-Woche mit seiner 60. Ausgabe ein - und verspricht ein brutales Kräftemessen. 33 Anstiege, über 250 Kilometer und ein explosiver Showdown am Cauberg: In Limburg wartet ein Klassiker, der keine Fehler verzeiht.

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Remco Evenepoel aus Belgien gewinnt das Amstel Gold Race. (Foto) Suche
Remco Evenepoel aus Belgien gewinnt das Amstel Gold Race. Bild: dpa/Nicolás Carvalho Ochoa
  • Amstel Gold Race 2026 Strecke: 33 Anstiege und ein gnadenloses Finale
  • Amstel Gold Race 2026 im TV und Livestream: So sehen Sie das Rennen live
  • Damen und Herren - wer hat gewonnen?

Am Sonntag (19. April 2026) startete mit dem Amstel Gold Race 2026 die heiße Phase der Ardennen-Klassiker. Die 60. Austragung des niederländischen Eintagesrennens führte die Weltelite des Radsports durch die anspruchsvolle Hügellandschaft der Provinz Limburg - und versprach einmal mehr ein Rennen am Limit.

Mit über 250 Kilometern Renndistanz und einer kaum zu überblickenden Anzahl an giftigen Anstiegen zählt das Amstel Gold Race traditionell zu den forderndsten Klassikern im Kalender. Der ständige Rhythmuswechsel zwischen kurzen, steilen Rampen und technisch anspruchsvollen Passagen macht das Rennen zu einem echten Ausdauertest.

Amstel Gold Race 2026 Strecke: 33 Anstiege und ein gnadenloses Finale

Die Strecke führte über 257,2 Kilometer von Maastricht nach Berg en Terblijt. Insgesamt mussten die Profis hier 33 Anstiege bewältigen - eine Kombination, die selbst für Klassikerspezialisten zur Zerreißprobe werden kann.

Amstel Gold Race 2026: Cauberg als Schlüsselstelle im Finale

Das Finale blieb auch in diesem Jahr dem bewährten Konzept treu - mit dem Cauberg als entscheidender Schlüsselstelle. Insgesamt dreimal mussten die Fahrer den legendären Anstieg bezwingen.

Die letzte Überquerung könnte 2026 jedoch noch bedeutender werden als zuletzt:Der Gipfel des Caubergs liegt nur rund 1,7 Kilometer vor dem Ziel. Diese extrem kurze Distanz macht erfolgreiche Attacken am Berg besonders gefährlich für die Konkurrenz.

Amstel Gold Race 2026 Favoriten: Skjelmose im Fokus - Evenepoel lauert

Im Kreis der Favoriten rückte vorab Titelverteidiger Mattias Skjelmose in den Mittelpunkt.

  • Der Däne hatte sich im Vorjahr in einem hochklassigen Finale durchgesetzt und zählt erneut zu den heißesten Anwärtern.
  • Besonders im Fokus steht auch Remco Evenepoel. Der Belgier präsentierte sich zuletzt in starker Form und bringt die ideale Mischung aus Explosivität und Ausdauer für dieses Profil mit.
  • Ebenfalls zu beachten ist Tom Pidcock. Der Brite kennt das Rennen bestens und hat seine Klasse bei hügeligen Klassikern mehrfach unter Beweis gestellt.
  • Nicht am Start steht hingegen Tadej Pogačar, der seinen Fokus auf die folgenden Ardennenrennen richtet und das Amstel Gold Race 2026 auslässt.

Amstel Gold Race 2026 im TV und Livestream: So sehen Sie das Rennen live

Das Amstel Gold Race 2026 wurde am Sonntag, dem 19. April, live im Fernsehen übertragen. Eurosport zeigte das Rennen in Deutschland und Österreich. Die TV-Übertragung begann um 15 Uhr - über die digitalen Plattformen von Eurosport sowie beim Streamingdienst DAZN gab es die entscheidende Phase im Livestream zu sehen.

In Deutschland konnten Fans die komplette Übertragung des Amstel Gold Race 2026 im Stream bei discovery+ verfolgen. Damit war gewährleistet, dass Zuschauer das Rennen von den ersten Kilometern bis zur finalen Entscheidung am Cauberg live mitverfolgen konnten.

Ergebnisse auf einen Blick - wer geht als Sieger aus dem Rennen?

Alle aktuellen Ergebnisse können Sie hier nachlesen.

+++ 19.04.2026: Bereit für Pogacar-Duell: Evenepoel gewinnt Amstel Gold Race +++

 

Remco Evenepoel hat beim Amstel Gold Race in Valkenburg seinen ersten Triumph bei diesem prestigeträchtigen Klassiker gefeiert. Der belgische Doppel-Olympiasieger vom deutschen Red-Bull-Rennstall setzte sich am Sonntag nach 257,2 Kilometern im Zielsprint gegen den dänischen Titelverteidiger Mattias Skjelmose durch. Rad-Superstar Tadej Pogacar war bei dem niederländischen Frühjahrsklassiker nicht am Start.

Mit diesem Erfolg untermauert Evenepoel seine herausragende Verfassung vor dem mit Spannung erwarteten Aufeinandertreffen mit Pogacar. Die beiden dominierenden Fahrer der vergangenen Jahre werden sich am kommenden Sonntag bei Lüttich-Bastogne-Lüttich duellieren.

Revanche nach Vorjahresniederlage

Die Strecke von Maastricht nach Valkenburg führte die Fahrer über 33 anspruchsvolle Steigungen. Erst auf den letzten Kilometern kristallisierte sich das entscheidende Duell heraus. Diesmal behielt Evenepoel im direkten Vergleich mit Skjelmose die Oberhand – im Vorjahr hatte der Däne noch überraschend sowohl den Zeitfahr-Weltmeister als auch Pogacar im Zielsprint bezwungen.

Den dritten Rang sicherte sich der Franzose Benoit Cosnefroy. Deutsche Radprofis konnten bei dem Klassiker keine nennenswerten Akzente setzen. Zuvor hatte der Italiener Marco Frigo lange Zeit das Rennen angeführt, wurde jedoch 36 Kilometer vor dem Ziel von der Favoritengruppe gestellt.

"Der schönste Sieg dieser Saison"

Nach seinem Triumph zeigte sich Evenepoel überglücklich. "Der Sieg bedeutet mir sehr viel. Ich liebe das Rennen mit den vielen kleinen steilen Anstiegen", erklärte der Belgier. Besonders zufrieden war er mit seiner Leistung im Finale: "Mein Sprint war besser als im letzten Jahr. Ich bin sehr stolz und glücklich."

Der Zeitfahr-Weltmeister ordnete den Erfolg als seinen bisher bedeutendsten in dieser Saison ein. "Das ist der schönste Sieg in dieser Saison. Das Rennen steht knapp unter den Monumenten", betonte Evenepoel mit Blick auf die Wertigkeit des niederländischen Klassikers.

Showdown in Lüttich steht bevor

Am kommenden Sonntag kommt es beim Monument Lüttich-Bastogne-Lüttich zum direkten Aufeinandertreffen der beiden Ausnahmefahrer. In den vergangenen fünf Jahren teilten Evenepoel und Pogacar die Siege unter sich auf: Der Belgier triumphierte 2022 und 2023, der Slowene holte sich den Klassiker 2021, 2024 und 2025. Vor dem großen Duell plant Evenepoel voraussichtlich noch einen Start beim Flèche Wallonne, während Pogacar auf den Halbklassiker verzichtet.

Das Amstel Gold Race wurde von mehreren Stürzen überschattet. Unter den Betroffenen befanden sich der zweifache Paris-Nizza-Gewinner Matteo Jorgenson sowie Tour-de-France-Siebter Kevin Vauquelin.

+++ 19.04.2026: Sensationssieg beim Amstel Gold Race der Damen +++

Paula Blasi hat beim Amstel Gold Race der Frauen für eine faustdicke Überraschung gesorgt. Die 23-jährige Spanierin, die erst einen Tag zuvor wegen Teamausfällen nachrückte, wagte 23 Kilometer vor dem Ziel eine Solo-Attacke. Mit rund 27 Sekunden Vorsprung verwies sie die Favoritinnen Kasia Niewiadoma und Demi Vollering auf die Plätze zwei und drei, berichtet "Eurosport".

Deutsche Fahrerinnen abgeschlagen

Für die deutschen Starterinnen verlief das Rennen enttäuschend. Liane Lippert vom Team Movistar kam mit über drei Minuten Rückstand als 28. ins Ziel. Franziska Koch, die für Vollering Teamarbeit leistete, landete zwei Plätze dahinter auf Rang 30.

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