Radsport: Bahnschranken-Aufreger: Alle Radprofis identifiziert

Ein rotes Warnlicht am Bahnübergang wurde ignoriert – jetzt drohen den Fahrern der Flandern-Rundfahrt Sanktionen. Die Staatsanwaltschaft spricht von einem inakzeptablen Verstoß.

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Tadej Pogacar (r) aus Slowenien vom UAE Team Emirates in Aktion bei der 21. Etappe der Tour de France. (Symbolbild) (Foto) Suche
Tadej Pogacar (r) aus Slowenien vom UAE Team Emirates in Aktion bei der 21. Etappe der Tour de France. (Symbolbild) Bild: picture alliance/dpa/Belga | Pete Goding

Die Staatsanwaltschaft Ostflandern hat alle Radprofis des Bahnschranken-Vorfalls bei der Flandern-Rundfahrt identifiziert. Die Behörde teilte zudem mit, dass auf Grundlage der Ermittlungen und weiterer Erkenntnisse über eine weitere strafrechtliche Verfolgung entscheiden.

Bei dem Rennen hatten mehrere Fahrer, darunter der spätere Sieger Tadej Pogacar und Olympiasieger Remco Evenepoel, ein rotes Warnlicht ignoriert und hatten kurz vor dem Absenken der Schranke einen Bahnübergang überquert. Pogacar und Co. droht laut Medienberichten der Entzug des Führerscheins für mindestens acht Tage sowie eine Geldstrafe. Pogacar hatte hinterher gesagt, die Fahrer seien von der Rennleitung zu spät gebremst worden.

Verstoß laut Staatsanwaltschaft inakzeptabel

Nicht an einer roten Ampel an einem Bahnübergang zu halten, sei einer der schwersten Verstöße im Straßenverkehr und könne schwerwiegende Folgen haben, teilte die Staatsanwaltschaft nun mit. Sie gefährde die Sicherheit sowohl der Fahrer als auch Dritter ernsthaft. Die Staatsanwaltschaft betonte, dass solche Verstöße auch im sportlichen Kontext inakzeptabel seien. Sie nannte in ihrer Mitteilung keine betroffenen Fahrer namentlich.

Auch laut Reglement des Radsport-Weltverbandes UCI müssen Fahrer an Bahnübergängen bei rotem Warnlicht anhalten. Im schlimmsten Fall droht eine Disqualifikation. In diesem Fall ist dies jedoch unwahrscheinlich, da es eine Vielzahl von Fahrern betreffen würde.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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