Radsport: Führerschein weg? Pogacar droht Flandern-Nachspiel

Nicht einmal von heruntergehenden Bahnschranken ließ sich Tadej Pogacar bei der Flandern-Rundfahrt aufhalten. Welcher juristische Ärger ihm nun droht.

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Tadej Pogacar (r) aus Slowenien vom UAE Team Emirates in Aktion bei der 21. Etappe der Tour de France. (Symbolbild) (Foto) Suche
Tadej Pogacar (r) aus Slowenien vom UAE Team Emirates in Aktion bei der 21. Etappe der Tour de France. (Symbolbild) Bild: picture alliance/dpa/Belga | Pete Goding

Radsport-Star Tadej Pogacar droht nach seinem Sieg bei der Flandern-Rundfahrt ein rechtliches Nachspiel und der Verlust des Führerscheins. Die Staatsanwaltschaft Ostflandern wird laut Medienberichten Ermittlungen aufnehmen, da Pogacar, Olympiasieger Remco Evenepoel und weitere Fahrer trotz Warnlichtern nicht an einer Bahnschranke hielten. Der Vorfall ereignete sich in Wichelen nach etwa 65 der 278 Kilometer.

Laut übereinstimmenden Medienberichten droht den Radprofis ein Führerscheinentzug von mindestens acht Tagen und eine Geldstrafe zwischen 400 und 5.000 Euro. Möglicherweise müssen Pogacar und Co. sogar persönlich vor Gericht erscheinen.

Regeln sind eindeutig

Auch laut Reglement des Radsport-Weltverbandes UCI müssen Fahrer an Bahnübergängen bei rotem Warnlicht anhalten. Im schlimmsten Fall droht eine Disqualifikation. In diesem Fall ist dies jedoch unwahrscheinlich, da es eine Vielzahl von Fahrern betreffen würde.

Die belgische Bahn zeigte sich enttäuscht vom Verhalten der Fahrer. "Die Regeln sind klar: Bei Rot muss man anhalten. Das gilt auch für ein Radrennen", sagte Sprecher Frédéric Petit. "Eineinhalb Millionen Flamen haben das Rennen geschaut. Es ist natürlich ein sehr schlechtes Beispiel, wenn Radfahrer ein solches Signal ignorieren, zumal wir zahlreiche Aufklärungskampagnen zum Thema Sicherheit an Bahnübergängen durchführen."

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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