Fußball News: Afrika Cup: Verbandsboss wehrt sich gegen Korruptionsvorwurf

Nach dem aberkannten Afrika-Cup-Titel erhebt der Senegal Vorwürfe gegen den afrikanischen Fußballverband. Caf-Präsident Patrice Motsepe verteidigt sich und verweist auf ein lange bestehendes Problem.

Erstellt von - Uhr

Aktuelle Fußball-Nachrichten lesen Sie hier auf news.de. (Foto) Suche
Aktuelle Fußball-Nachrichten lesen Sie hier auf news.de. Bild: Adobe Stock / Dziurek

Der Präsident des afrikanischen Fußball-Verbands Caf, Patrice Motsepe, hat sich nach dem aberkannten Afrika-Cup-Titel für den Senegal gegen Korruptionsvorwürfe gewehrt. "Kein einziges Land in Afrika wird in irgendeiner Weise bevorzugt oder günstiger behandelt als ein anderes Land auf dem Kontinent", sagte er in einer Video-Botschaft auf der Website des Verbandes. Man nehme es "sehr, sehr ernst", was beim Endspiel in Marokko passiert sei.

Nach einem Elfmeterpfiff in der Schlussphase des Endspiels war auf dem Platz und auf den Rängen Chaos ausgebrochen, Senegals Mannschaft hatte aus Protest fast geschlossen den Platz verlassen und war erst später wieder zurückgekehrt. Das Berufungsgericht des Caf hatte dem Senegal deshalb nach dem sportlichen Sieg gegen Marokko (1:0 nach Verlängerung) den Titel aberkannt und dem Afrika-Cup-Gastgeber Marokko zugesprochen.

Die Regierung des Senegal hatte nach der Entscheidung Korruptionsermittlungen gegen den Caf gefordert und angekündigt, vor den Internationalen Sportgerichtshof Cas zu ziehen. "Wir werden die Entscheidung respektieren, die auf höchster Ebene getroffen wird", sagte Motsepe.

Motsepe: "Was in diesem Finale passiert ist..."

Der Verbandschef sieht in den Vorkommnissen rund um das Finale im Januar einen Rückschritt für den afrikanischen Fußball. "Was in diesem Finale passiert ist, untergräbt die gute Arbeit, die die Caf über viele Jahre geleistet hat, um Integrität, Respekt, ethische Standards, gute Führung sowie die Glaubwürdigkeit der Ergebnisse unserer Fußballspiele zu gewährleisten", meinte Motsepe.

"Dass es weiterhin Verdächtigungen gibt, liegt daran, dass es sich um ein Altlastenproblem handelt", sagte er weiter, "etwas, das schon seit vielen, vielen Jahren besteht und mit dem wir uns kontinuierlich auseinandersetzen, weil es von entscheidender Bedeutung ist".

Das Berufungsgericht begründete die Entscheidung mit Artikel 82 des Afrika-Cup-Reglements. Demnach habe das senegalesische Team durch das Verlassen des Platzes die Partie gegen Marokko aufgegeben. Nach Artikel 84 sei das Ergebnis mit 3:0 für Marokko zu werten.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
Auch interessant::

/roj/news.de

Themen:

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.