Fußball News: Senegals Spieler spotten nach Titel-Aberkennung
Nach der Aberkennung des Afrika-Cup-Titels reagieren Senegals Nationalspieler mit Häme und Spott. Der Verband will gegen das Urteil vor den Internationalen Sportgerichtshof ziehen.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Mehrere Nationalspieler Senegals haben mit Spott auf die Entscheidung des Berufungsgerichts des afrikanischen Fußball-Verbands Caf reagiert, dem Land den Afrika-Cup-Titel abzuerkennen. "Ihr könnt den Heulsusen ruhig noch drei Tore geben", schrieb Pathé Ciss vom spanischen Erstligisten Rayo Vallecano auf der Plattform X.
Der senegalesische Fußball-Verband kündigte an, nach der Aberkennung des Afrika-Cup-Titels vor den Internationalen Sportgerichtshof Cas zu ziehen. "Die senegalesische Fußballföderation verurteilt diese Entscheidung als ungerecht, beispiellos und inakzeptabel und sieht darin eine Diskreditierung des afrikanischen Fußballs", hieß es in einer Mitteilung.
Skandalöses Endspiel
Das Berufungsgericht des Kontinentalverbands Caf hatte zuvor nach dem skandalösen Endspiel im Januar, das 1:0 nach Verlängerung für die Senegalesen gegen Marokko endete, einem Einspruch der Nordafrikaner stattgegeben. Das Gericht wertete die infolge fragwürdiger Schiedsrichter-Entscheidungen völlig aus dem Ruder gelaufene Partie mit 3:0 für die Gastgeber des Endspiels in Rabat.
Nach einem umstrittenen Elfmeterpfiff zugunsten Marokkos in der Nachspielzeit hatte Senegals Mannschaft im Januar fast geschlossen den Platz verlassen. In der Verlängerung hatte Pape Gueye das Siegtor für den Senegal erzielt, nachdem der umstrittene Elfmeter verschossen worden war.
Senegals Diouf: Die Trophäe gewinnt man nicht per E-Mail
Die senegalesischen Nationalspieler wollen wie auch der nationale Verband die umstrittene Entscheidung nicht akzeptieren. "Diese Trophäe gewinnt man auf dem grünen Rechteck, aber nicht per E-Mail", schrieb Linksverteidiger El Hadji Malick Diouf vom Premier-League West Ham United auf seinem Instagram-Kanal. Und Idrissa Gueye vom FC Everton erklärte: "Wir wissen, was wir an jenem Abend in Rabat erlebt haben. Und das kann uns niemand nehmen."
Das Berufungsgericht stellte sich gegen die Entscheidung des Caf, der zunächst zwar zahlreiche Geldstrafen gegen beide Teams ausgesprochen, das sportliche Ergebnis aber nicht infrage gestellt hatte. In der Berufungsverhandlung wurde nun unter Verweis auf Artikel 82 des Regelwerks für den Afrika Cup befunden, das senegalesische Team habe durch das Verlassen des Platzes gegen Ende der regulären Spielzeit die Partie aufgegeben - und müsse daher als Verlierer gewertet werden.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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