Basketball: Im Schatten der WNBA-Stars: Basketball-Talente trumpfen auf
Die deutschen Basketballerinnen haben so viel Potenzial wie noch nie. Das liegt nicht nur an den Profis aus der US-Liga WNBA, sondern auch an zwei aufstrebenden jungen Spielerinnen.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Dass Olaf Lange zum dritten Mal als Bundestrainer beim Deutschen Basketball Bund angeheuert hat, hat vor allem mit einem zu tun: den Spielerinnen. "Wir haben so viel Talent. Da musste ich gar nicht lange überlegen", sagte der neue Nationalcoach, der an diesem Dienstag (17.00 Uhr/MagentaSport) bei der WM-Qualifikation in Lyon mit seinem Team das letzte Spiel gegen Nigeria absolviert.
Satou und Nyara Sabally, Leonie Fiebich sowie Luisa Geiselsöder - gleich vier Spielerinnen des für die Heim-Weltmeisterschaft in Berlin (4. bis 13. September) eingeplanten Kaders sind in den USA in der WNBA aktiv. Eine solche Qualität hatten Deutschlands Basketballerinnen noch nie. Das Ziel bei der WM in einem halben Jahr ist deshalb ganz klar eine Medaille.
Bühner und Bessoir auf dem Sprung
Was aber nicht nur an dem WNBA-Quartett liegt, sondern auch mit zwei weiteren Spielerinnen zu tun hat, die in der Öffentlichkeit noch etwas im Schatten der Stars aus der US-Profiliga stehen: Frieda Bühner und Emily Bessoir.
Vor allem die erst 21 Jahre alte Bühner sorgt seit ihrem Debüt im Nationalteam vor zwei Jahren für Furore. Als jüngste Spielerin im Olympia-Kader trumpfte Bühner bei den Sommerspielen in Paris unbekümmert auf. Ein Jahr später war sie bei der EM mit einer Vorrunde in Hamburg schon nicht mehr aus dem deutschen Team wegzudenken.
Fiebich lobt Bühner
"Frieda ist ein extremes Talent, sie hat ein gutes Händchen", sagte die deutsche Anführerin Leonie Fiebich bei MagentaSport über Bühner. "Ich bin sehr stolz auf sie. Sie lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Ich bin froh, sie in meiner Mannschaft zu haben."
Im vergangenen Sommer wechselte Bühner aus dem beschaulichen Osnabrück zu CB Estudiantes nach Madrid. Die Damen-Basketball-Bundesliga war schon mit 21 Jahren zu klein für sie geworden. Ein Schritt, den Bühner bislang mit Bravour gemeistert hat. Auch beim spanischen Spitzenteam zählt sie sowohl in der nationalen Liga als auch im Eurocup zu den absoluten Leistungsträgerinnen.
WNBA-Draft im Sommer?
Immer mit dabei: ihre Olympiakette, die sie jeden Tag an ihr bislang größtes sportliches Erlebnis erinnert. "Die sich jeden Tag um den Hals zu hängen, erinnert mich einfach daran: Mensch! Ich war bei Olympia und das mit 20 Jahren! Das ist unglaublich", sagte Bühner, die nun vom nächsten Schritt in ihrer Karriere träumt. Nicht ausgeschlossen, dass sie schon in diesem Sommer am Draft, der großen Talentebörse der WNBA, teilnimmt. "Die WNBA, hundertpro. Ein großer Traum", sagte sie der "Süddeutschen Zeitung".
Der Sprung in die USA ist auch für Bessoir nach wie vor ein großer Traum. Die 24-Jährige spielte bereits für die University of California (UCLA), wurde dann aber von großem Verletzungspech zurückgeworfen. Zwei Kreuzbandrisse hat Bessoir bereits hinter sich, bei Olympia in Paris war sie ohne Kreuzband dabei - um sich den großen Traum von den Sommerspielen zu erfüllen.
Bessoir steckt Rückschläge weg
Erst nach Paris ließ sie sich zum zweiten Mal operieren und kämpfte sich dann wieder zurück. Auch Bessoir spielt inzwischen in Spanien, steht bei Lointek Gernika unter Vertrag. "Ich fühle mich gut. Letztes Jahr im März war es noch komplett unsicher, wie meine Reha läuft. Deshalb bin ich sehr dankbar, jetzt hier beim Team zu sein. Das bedeutet mir sehr viel", sagte Bessoir, die neben Fiebich und Nyara Sabally bei der WM-Quali in Lyon gemeinsam mit Bühner das deutsche Team führt.
Obwohl Deutschland als WM-Gastgeber bereits qualifiziert ist, hängen sich in Lyon alle voll rein. Denn sie haben ein großes Ziel vor Augen. "Eine Heim-WM spielt man nur einmal im Leben", sagte Bessoir.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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