Paralympics: Deutsches Doppel-Silber im Langlauf - Drama um Walter

Sebastian Marburger und Linn Kazmaier jubeln bei den Paralympics-Wettkämpfen in der Loipe. Eine weitere Medaille gibt es nicht, weil Leonie Walter von der Jury bestraft wird. Eine Russin feiert Gold.

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Das Symbol der Paralympischen Spiele hängt am Arc de Triomphe in Paris. Die Paralympics 2024 finden vom 28. August bis 8. September statt. (Foto) Suche
Das Symbol der Paralympischen Spiele hängt am Arc de Triomphe in Paris. Die Paralympics 2024 finden vom 28. August bis 8. September statt. Bild: picture alliance/dpa/AP | Christophe Ena

Das deutsche Team hat bei den Paralympischen Spielen in Italien bei den Wettkämpfen im Langlauf zweimal Silber gewonnen, aber auch eine Disqualifikation hinnehmen müssen. In der Klasse der sehbehinderten Frauen sicherte sich Linn Kazmaier mit Guide Florian Baumann im klassischen Sprint hinter der Russin Anastasija Bagijan die Silbermedaille. Teamkollegin Leonie Walter, die mit Guide Christian Krasman als Zweite ins Ziel gekommen war, wurde nachträglich wegen eines Verstoßes gegen die Technikregel am Anstieg auf den letzten Platz im Finale gesetzt. Dadurch rückte Kazmaier auf Platz zwei nach.

Kurz zuvor hatte bereits Sebastian Marburger, dem nach einem Motorradunfall das rechte Bein amputiert werden musste, bei seiner paralympischen Premiere ebenfalls in der Langlauf-Loipe für eine kleine Überraschung gesorgt. Im Zielsprint musste sich der 28-Jährige bei den stehenden Männern zwar dem belarussischen Sieger Raman Svirdydzenka geschlagen geben, sicherte sich aber die Silbermedaille.

Marchand schreibt Sportgeschichte

Bei ihrem historischen Start verpasste Kathrin Marchand als Vierte bei den stehenden Frauen um knapp zwei Sekunden eine Medaille. Die 35-Jährige ist die erste Athletin, die sowohl bei Olympischen Spielen als auch bei den Paralympischen Sommer- und Winterspielen gestartet ist. Nach Teilnahmen als Ruderin hatte sich die gebürtige Kölnerin erst vor wenigen Wochen und nach nur 14 Monaten intensivem Langlauftraining für die Winterspiele qualifiziert.

Auch Andrea Eskau schrammte knapp am Podium vorbei. Die 54-Jährige belegte in der Klasse der sitzenden Frauen bei ihren neunten Paralympics ebenfalls Rang vier. Teamkollegin Anja Wicker, die am Wochenende bereits Silber und Bronze im Biathlon gewonnen hatte, belegte beim Sieg der US-Amerikanerin Oksana Masters unter schwierigen und warmen Bedingungen mit tiefem Schnee Rang sechs.

Befürchteter Eklat im Finale bleibt aus

Ein befürchteter Eklat bei den ersten direkten Rennen zwischen russischen und ukrainischen Athletinnen und Athleten bei den Paralympischen Spielen blieb indes aus. Bei den Langlaufwettbewerben in Tesero standen Sportler beider Nationen erstmals wieder gemeinsam auf paralympischer Bühne am Start. In der Qualifikation trafen sie teils aufeinander, in keiner Klasse aber schafften es Athleten beider Länder ins Finale.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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