Handball-Europapokal-Spiel: Fan stirbt in der Halle - tragischer Vorfall überschattet Flensburg-Sieg

Ein Todesfall in der Halle sorgte während des Handball-Europapokal-Spiels des SG Flensburg-Handewitt gegen Montpellier für gedämpfte Stimmung im Publikum. Lange Zeit war nicht klar, was überhaupt passiert ist. Die Hintergründe.

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Während der Partie des SG Flensburg-Handewitts gegen Montpellier kam es zu einem Todesfall. Die rund 5.000 Zuschauer:innen in der Halle zeigten sich betroffen. (Foto) Suche
Während der Partie des SG Flensburg-Handewitts gegen Montpellier kam es zu einem Todesfall. Die rund 5.000 Zuschauer:innen in der Halle zeigten sich betroffen. Bild: picture alliance/dpa/Michael Hundt
  • SG Flensburg-Handewitt - Todesfall überschattet ersten Europapokal-Spiel-Sieg
  • Fan verstirbt noch in der Halle - Kommentator spricht von medizinischen Notfall
  • Beileidsbekundung nach dem Spiel - Holger Glandorf zeigt Mitgefühl

Ein Todesfall hat den ersten Sieg der Handballer der SG Flensburg-Handewitt in der Hauptrundengruppe 1 der European League überschattet. Es sei in der Halle zu einem medizinischen Notfall gekommen, teilte der Club nach dem 40:35 (21:20) des Titelverteidigers über den französischen Club Montpellier HB mit: "Leider blieben alle eingeleiteten Maßnahmen erfolglos."

Fan stirbt während Handball-Partie in der Halle - gedämpfte Stimmung trotz Sieg

Woran genau der Fan starb, ist nicht bekannt. In der Halle war der tragische Umstand jedoch zu spüren. Die sonst so feierliche Stimmung blieb aus. Kommentator Markus Götz erklärte den Umstand: "Wer sich wundert über die Ruhe in der Halle, keine Musik-Zuspieler im Moment, keine Beschallung. Ich habe mir gerade sagen lassen, dass es einen medizinischen Notfall gibt. Und deswegen verzichtet man im Moment darauf. Was Genaueres weiß ich nicht. Wir drücken nur ganz fest die Daumen, dass es hoffentlich nicht so schlimm ist."

Todesfall in der Halle - Zuschauer zeigen sich verhalten, Flensburg kämpft

Die Zuschauer:innen in der Halle reagierten umgehend. Laute Anfeuerungsrufe wurden eingestellt, es gab Applaus statt Musik. Kommentator Götz erklärte kurz vor der Pause: "Wenn ich das richtig deute, ist die ganze Atmosphäre in der Halle nach wie vor sehr gedämpft. Die medizinische Situation, was auch genau passiert ist, scheint noch nicht ganz im Griff zu sein. Man kann nur weiter die Daumen drücken. Den Mannschaften bleibt nichts anderes übrig, als ihren Job zu machen." Und das machten sie.

Erst im letzten Viertel der Partie waren die Flensburger dann schließlich gegen die klar bessere Mannschaft Montpellier überlegen. Beim 33:31 (49.) wehrte Torhüter Benjamin Buric einen Siebenmeter von Benjamin Richert ab. Im nächsten Angriff erhöhte Niclas Kirkelökke auf 34:31. Mit der Buric-Parade gegen Valentin Porte beim 38:35 (57.) war dann alles klar.

Am nächsten Dienstag (20.45 Uhr/Dyn) kommt es in Südfrankreich zum Rückspiel.

Geschäftsführer Glandorf spricht sein Beileid aus - Sportliche rückt in den Hintergrund

Der Todesfall beschäftigt neben dem Sieg auch weiterhin. SG-Geschäftsführer Holger Glandorf sagte wenig später gegenüber den Medien: "Unsere Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei den Angehörigen und Freunden des Verstorbenen. Der Handball und alles Sportliche rücken heute in den Hintergrund."

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/fka/news.de/dpa

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