Olympia 2026: Straßer erklärt Olympia-Kritik: "Auch mal Mund aufmachen"
Mit seinem Olympia-Frust im TV hat Linus Straßer für viel Wirbel gesorgt. Jetzt meldet er sich noch einmal zu Wort und richtet eine Mahnung an die deutschen Olympia-Bewerber.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Nach seiner harschen Kritik an den Umständen bei den Olympia-Rennen in Bormio hat Skirennfahrer Linus Straßer seinen Ärger noch einmal erklärt. "Es war kein spontaner Ausdruck aus einer sportlichen Enttäuschung heraus. Ich habe es gesagt, weil ich überzeugt bin, dass wir Athleten auch mal unseren Mund aufmachen müssen", schrieb der 33-Jährige bei Instagram. Er habe nach seinen offenen Worten im Fernsehen so viele Rückmeldungen wie selten zuvor auf Aussagen bekommen.
Straßer hatte bei seinen Interviews im Zielraum nach Platz neun im Slalom vor allem die Trennung der Athleten von den Fans und Freunden mit weit entfernten Tribünen in Bormio kritisiert. Zudem sei kein olympisches Flair oder Miteinander in Bormio zu spüren gewesen, weil an diesem Standort während Olympia die alpinen Ski-Männer unter sich blieben.
"Olympische Spiele brauchen echte Nähe, echte Fans, echte Enthusiasten, die uns tragen, mit uns leiden, uns besser machen, uns verzeihen und trösten, wenn es mal nicht gut läuft", erklärte der Athlet des TSV 1860 München nun mit etwas Abstand.
Appell an deutsche Olympia-Bewerber
Er berichtete von einem Erlebnis mit vier Kindern, die durch Gitter getrennt ihre Autogrammbücher nur schwer an Straßer übergeben konnten. "Ein Selfie-Wunsch war grotesk zu erfüllen, weil es nicht nach einer glücklichen Begegnung aussah", schrieb Straßer.
"Olympia ist ein wertvolles Gut, eine großartige, inspirierende Idee. Ich möchte niemandem etwas kaputtmachen oder etwas schlechtreden", beteuerte der Skirennfahrer. Bei anderen Wettbewerben hätten Fans besseren Zugang zu den Sportlerinnen und Sportlern gehabt. "Und genau so muss es sein. Deshalb habe ich mich zu Wort gemeldet, um die Organisatoren daran zu erinnern, worum es wirklich geht", erklärte Straßer.
Seinen Appell richtete der Routinier auch an die Macher einer deutschen Olympia-Bewerbung. "Ich bin total dafür. Aber denkt an die Sportler, denkt an die Fans, hört ihnen zu und erschafft wieder Spiele, bei denen besondere Momente entstehen, die Verbindungen zulassen und die uns berühren", mahnte Straßer. Nur dann sei Olympia so, wie es sein sollte: "Ein Sportfest der Superlative, voller Zauber, voller Magie und voller Wärme."
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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