Olympia 2026: US-Eiskunstläufer sorgt für berührenden Moment
Wie schon nach dem Kurzprogramm gedenkt Maxim Naumov auch nach der Kür seiner vor einem Jahr tödlich verunglückten Eltern. Es ist ein weiterer emotionaler Moment dieser Spiele.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Erst hielt US-Eiskunstläufer Maxim Naumov ein Bild mit seiner Mama und seinem Papa vor die Kamera, dann legte er seine rechte Hand auf die linke Brust und küsste anschließend das Foto. Nach seiner Kür hat der 24-Jährige wie schon nach dem Kurzprogramm an seine vor etwa einem Jahr tödlich verunglückten Eltern erinnert und damit für einen emotionalen Moment der Olympischen Winterspiele in Italien gesorgt. Das Foto zeigte ihn als dreijährigen Jungen bei seinem ersten Gang aufs Eis mit seinen Eltern.
Die früheren Paarlauf-Weltmeister Jewgenija Schischkowa und Wadim Naumow, die ihren Sohn auch trainiert und auf eine Teilnahme bei Olympia vorbereitet hatten, waren im Januar 2025 bei einem Absturz eines Passagierflugzeugs in der US-Hauptstadt Washington gestorben.
Diskussionen, ob Hommage erlaubt war
Nach dem Ausschluss des Skeleton-Fahrers Wladislaw Heraskewytsch von den olympischen Wettbewerben wegen seines Helmes mit Bildern von im Krieg gegen Russland getöteten Sportkollegen hatte es Diskussionen gegeben, ob die Geste Naumovs im Kurzprogramm überhaupt erlaubt gewesen sei.
Das IOC erklärte aber, dass dieser Fall gegen keine Regel verstoße. Naumov habe sein Foto nach dem Lauf im sogenannten Kiss-and-Cry-Bereich gezeigt und nicht, als er auf dem Eis war. Dort warten die Eiskunstläufer im Sitzen auf ihre Wertung der Punktrichter. Mit der Medaillenentscheidung hatte Naumov nichts zu tun.
Beim Flugzeugunglück der Eltern starben 67 Menschen
Seine Eltern waren im Paarlauf für Russland startend bei Olympischen Winterspielen Fünfte (1992) und Vierte (1994) geworden und hatten dann 1994 mit dem Titel bei den Weltmeisterschaften ihren größten Erfolg gefeiert. Später arbeiteten sie in den USA als Trainer.
Bei dem Flugzeugabsturz waren 67 Passagiere ums Leben gekommen, darunter auch 14 Menschen, die von den US-Meisterschaften im Eiskunstlauf und einem Nachwuchstrainingscamp von Wichita (Kansas) nach Washington fliegen wollten.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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