Olympia 2026: Nach Pannen bei Olympia-Show: Redaktion reagiert mit Protest
Bei der Olympia-Eröffnung sorgte der Rai-Sportchef mit seinen Kommentaren für heftige Reaktionen. Die Belegschaft des TV-Senders reagiert mit Protest. Auch die Politik beschäftigt sich mit dem Fall.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Nach Pannen des Kommentators der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele wächst beim italienischen TV-Sender Rai der interne Druck. Als Reaktion auf die Patzer von Paolo Petrecca, Sportchef der Rai, am Freitagabend kündigte die Belegschaft der Sportredaktion des Senders an, nach den Spielen drei Tage in einen Streik zu treten. Bis dahin wollen sie außerdem ihre Namen nicht mehr unter ihre Berichte und Beiträge setzen.
Petrecca hatte bei der Live-Übertragung aus dem Mailänder San-Siro-Stadion reihenweise Leute während der Show verwechselt oder nicht erkannt. Er hatte unter anderem die bekannte italienische Schauspielerin Matilda De Angelis mit US-Star Mariah Carey verwechselt. Die neben Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella stehende IOC-Präsidentin Kirsty Coventry hielt er für dessen Tochter.
Rai-Gewerkschaft: Petrecca hat Sender geschadet
Bereits am Tag nach der Feier meldete sich die für Rai-Angestellte zuständige Gewerkschaft (Usigrai) und sprach von einer "Blamage". Laut Medienberichten kritisierten die Arbeitnehmervertreter Petrecca dafür, "sich den Job selbst gegeben und dann gezeigt zu haben, völlig ungeeignet dafür zu sein".
In einer neuen Mitteilung erklärte die Gewerkschaft, Petrecca habe sowohl den Gebühren zahlenden Zuschauern als auch dem Sender selbst und allen Sport-Journalisten des Senders Schaden zugefügt. Rai-Geschäftsführer Giampaolo Rossi forderte Petrecca unterdessen auf, Verantwortung für die Vorfälle zu übernehmen. Er mahnte aber zugleich an, interne Auseinandersetzungen während der reichweitenstarken Spiele nicht in die Öffentlichkeit zu tragen.
Fall sorgt sogar für politische Debatten
Der Vorfall beschäftigt auch die Politik. Die Opposition erklärte, in der Rai zähle seit dem Amtsantritt der rechten Regierungschefin Giorgia Meloni politische Loyalität mehr als fachliche Kompetenz. Hintergrund ist, dass seitdem die Spitzen des Senders mit Meloni gewogenen Funktionären besetzt wurden. Zahlreiche Journalisten verließen als Reaktion darauf den Sender.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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