Olympia 2026: Deutsches Duell um Rodel-Gold zwischen Taubitz und Fräbel
Die deutschen Rodlerinnen haben die Goldspur von Max Langenhan aufgenommen. Mit einer souveränen Doppelführung gehen sie in den Finaltag. Einige Favoritinnen verabschieden sich mit Patzer.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
Suche
Auch im zweiten Rodel-Rennen hat Deutschland beste Chancen auf Gold. Weltmeisterin Julia Taubitz vom WSC Oberwiesenthal und die WM-Zweite Merle Fräbel vom RT Suhl lieferten sich in den ersten beiden Durchgängen ein spannendes Duell um Platz eins und haben die restliche Konkurrenz vor den entscheidenden Läufen am Dienstag bereits distanziert.
Die erst 22 Jahre alte Olympia-Debütantin Fräbel, die auch den Test-Wettkampf auf der neu gebauten Bahn gewann, fuhr im ersten Lauf Bahnrekord. Doch Taubitz konterte im zweiten Durchgang, verbesserte sogleich die Bestmarke und setzte sich an die erste Position. Ihr Vorsprung auf Fräbel beträgt aber nur die Winzigkeit von 61 Hundertstelsekunden.
Mit einem komfortablen Vorsprung auf Rang drei geht es am Dienstag in die beiden Finalläufe. Denn die drittplatzierte Lettin Elina Bota hat schon 0,434 Sekunden Rückstand auf Silber.
Mitfavoritinnen patzen
Noch schwächer war die Weltcupführende Lisa Schulte aus Österreich, die als Siebte bereits 0,678 Sekunden hinter Taubitz liegt. Zudem verabschiedeten sich in US-Pilotin Summer Britcher und der Lettin Kendija Aparjode zwei Mitfavoritinnen, nachdem sie einen Mega-Patzer am Start hatten, als sie voll in die Bande knallten.
Anna Berreiter aus Berchtesgaden, die vor vier Jahren in Peking als Debütantin olympisches Silber holte, konnte auf der verkürzten Strecke über 1.410 Metern im neu gebauten Cortina Sliding Centre nicht in die Top-Sechs fahren.
Taubitz hat Peking-Sturz verarbeitet
Doch gerade Taubitz weiß, wie schnell der olympische Traum platzen kann. Vor vier Jahren in Peking fuhr sie als haushohe Topfavoritin im ersten Lauf Bestzeit und stürzte dann im zweiten Lauf. Die Medaillen waren unerreichbar. Mit Bestzeit im vierten Lauf kam sie noch auf Rang sieben. "Ich habe lange gebraucht, um diesen Rückschlag zu verarbeiten. Rückblickend bin ich dankbar für diese Erfahrung", sagte die 29-Jährige, die bereits acht WM-Titel und fünf Weltcup-Gesamtsiege in ihrer sportlichen Vita stehen hat.
Fräbel, die 2020 in Lausanne die Youth Games gewann und von 2023 bis 2025 dreimal in Serie Junioren-Weltmeisterin wurde, hatte zuletzt noch gar nicht das richtige Olympia-Feeling bekommen. "Der Olympic Spirit ist da, vor allem weil man die Team D Einkleidung trägt. Aber ich persönlich habe gar nicht so ein krasses Olympia-Gefühl, weil sich alles so unwirklich anfühlt bzw. für mich fühlt es sich aktuell wie ein Extra-Lehrgang an."
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
Weitere aktuelle News im Ressort "Sport":
- Olympia im TV: Nächste Sendetermine im Überblick
- Fit für Olympia: Das muss man zu den Winterspielen wissen
- FC Bayern München News: Machtkampf in Hoffenheim: Andreas Schicker bleibt
- Olympia 2026: Glamour-Girl Leerdam holt Eisschnelllauf-Gold
- NBA 2026: Klare Niederlage für die LA Clippers im Duell mit Minnesota Timberwolves
- NBA 2026: Toronto Raptors stellen Überlegenheit gegen Indiana Pacers klar unter Beweis
kns/roj/news.de
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.