Handball-EM 2026: Handballer planen EM-Coup: Dänemarks "nächste Niederlage"
Seit zehn Jahren kein Sieg gegen Dänemark – doch die DHB-Auswahl wittert ihre EM-Chance. Deutschland hat gegenüber dem Olympiasieger zwei Vorteile.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Deutschlands Handballer lassen sich von ihrer Negativserie gegen Dänemarks Titelsammler nicht verunsichern und glauben an einen EM-Coup. "Ich sehe sie so bei 80 Prozent. Sie spielen aktuell nicht ihren besten Handball. Das müssen wir ausnutzen. Ich habe gehört, sie haben zwei Niederlagen im Turnier offen und das wird morgen die nächste Niederlage", sagte Kreisläufer Justus Fischer siegessicher vor dem Duell in Herning am Abend (20.30 Uhr/ARD/Dyn).
Seit zehn Jahren hat die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason kein Pflichtspiel mehr gegen den Weltmeister um Welthandballer Mathias Gidsel gewonnen. Im Finale der Olympischen Spiele 2024 (26:39) und bei der WM im Vorjahr (30:40) demütigten die Dänen die DHB-Auswahl gewaltig. Doch die Vorrunden-Niederlage des Co-Gastgebers gegen Portugal macht Deutschland Mut. "Das hilft natürlich extrem. Das ist eine kleine Erinnerung, dass die nicht unzerstörbar sind", erklärte Fischer vor dem 111. Duell mit den Skandinaviern.
Ein Sieg zum Medaillenspiel: "Wir sind unberechenbarer"
Die Ausgangslage ist klar: Ein Sieg gegen Dänemark und Deutschland steht sicher im Halbfinale. Bei einer Niederlage hätte Deutschland am Mittwoch gegen Titelverteidiger Frankreich sein zweites Matchballspiel. "Dänemark hat mehr Druck. Das kann schon ein großer Vorteil sein", sagte Fischer. Dem 22-Jährigen von der TSV Hannover-Burgdorf macht die Kulisse von rund 15.000 Fans keine Angst. Ziel sei es, die rote Wand zum Schweigen zu bringen. Die Dänen warten seit 2012 auf einen EM-Titel.
Vor allem im Angriff ist bei der deutschen Mannschaft eine deutliche Leistungssteigerung nötig. Fehlwürfe und ungenaue Abspiele prägten nicht nur die Partie gegen Norwegen, sondern schon den knappen Erfolg gegen Portugal. Bislang gewinnt Deutschland seine EM-Spiele vor allem dank ein oder zwei Akteuren, die über sich hinauswachsen. Mal Miro Schluroff, mal Marko Grgic - nur Torhüter Andreas Wolff liefert konstant ab.
"Wir sind unberechenbarer. Das macht uns auch gefährlich, dass wir inzwischen diese Breite im Kader haben. Dass jeder einzelne, wenn er einen guten Tag hat, den Gegner kaputtmachen kann", befand Fischer und schickte eine klare Ansage an Dänemark: "Ich bin einhundert Prozent sicher, dass, wenn wir die Breite des Kaders nutzen und einhundert Prozent Leistung bringen, dass wir absolut auf Augenhöhe sind. Die Dänen sollen mit sich hadern."
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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