Handball-EM 2026 Ergebnisse: DHB-Team nimmt nach Portugal-Sieg Kurs aufs Halbfinale

Die deutschen Handballer revanchieren sich gegen Portugal für das WM-Aus im Vorjahr. Nun haben sie im Kampf um ein Halbfinal-Ticket alle Trümpfe in der Hand.

Erstellt von - Uhr

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft peilt nach dem Hauptrunden-Sieg gegen Portugal das Halbfinale bei der Handball-EM 2026 an. (Foto) Suche
Die deutsche Handball-Nationalmannschaft peilt nach dem Hauptrunden-Sieg gegen Portugal das Halbfinale bei der Handball-EM 2026 an. Bild: picture alliance/dpa | Sina Schuldt
  • Handball-EM 2026: Deutschland besiegt Portugal in der Hauptrunde
  • DHB-Nationalmannschaft nimmt Kurs auf Halbfinale bei der Europameisterschaft
  • Knapper Sieg trotz vieler Fehler: So schlug sich die Mannschaft von Bundestrainer Gislason

Angeführt von Torhüter Andreas Wolff haben die deutschen Handballer bei der Europameisterschaft 2026 einen erfolgreichen Start in die Hauptrunde hingelegt und ihre Chancen auf das EM-Halbfinale deutlich verbessert. Die Auswahl von Bundestrainer Alfred Gislason setzte sich am 22. Januar trotz vieler Fehler gegen Portugal mit 32:30 (11:11) durch und revanchierte sich für die bittere Niederlage im WM-Viertelfinale vor einem Jahr. Damals hatte das DHB-Team eine dramatische Partie erst nach Verlängerung verloren.

Handball-Europameisterschaft 2026: Deutschland bezwingt Portugal zum Hauptrundenstart

Vor 6.145 Zuschauern war EM-Neuling Miro Schluroff, der erst nach der Pause kam, mit sieben Toren bester DHB-Werfer. Wolff kam auf über zehn Paraden. In der Sechsergruppe steht Deutschland nun bei vielversprechenden vier Punkten. Die beiden Erstplatzierten erreichen die Vorschlussrunde.

Im Kampf um den Halbfinaleinzug warten auf die deutsche Riege nun weitere "Hitchcock-Klassiker" im Zwei-Tages-Rhythmus, wie Teammanager Benjamin Chatton die "Todesgruppe" bezeichnet hatte. Samstag (20.30 Uhr) geht es gegen Norwegen, Montag (20.30 Uhr) gegen Olympiasieger Dänemark und am Mittwoch (18.00 Uhr) gegen Titelverteidiger Frankreich.

Deutschlands Handballer erleben Fehlstart und frühe Auswechslung für Knorr

Portugal hatte zum Abschluss der Vorrunde Überflieger Dänemark die erste Niederlage in Herning seit 2014 zugefügt und entsprechend siegessicher starteten die Südeuropäer in die Partie. Glanzparaden von Torhüter Andreas Wolff reichten nicht, um einen ähnlich schlechten deutschen Start wie im Vorjahr abzuwenden. Vor allem Spielmacher Juri Knorr und Julian Köster vergeigten einen Angriff nach dem anderen.

"Dieses Spiel lebt nur von unseren Fehlern. Bitte spielt einfach unser ganz normales Spiel", flehte Gislason in einer frühen Auszeit und wechselte durch. Nils Lichtlein übernahm die Rolle des Siebenmeterschützen und Regisseurs, agierte aber oft ungenau bei seinen Abspielen. Deutschland hatte Glück, dass auch Portugal weit weg von seiner Topform war, Großchancen vergab und von der 19. bis 28. Minute keinen Treffer erzielte.

Vor allem das portugiesische Brüder-Duo Francisco und Martim Costa hatte man bis dahin gut im Griff. Das Unentschieden zur Pause war nach einem fehlerbehafteten Spiel leistungsgerecht. "Dafür ist das Ergebnis noch ziemlich gut", sagte Kreisläufer Justus Fischer am ARD-Mikrofon angesichts der langen Fehlerkette im eigenen Spiel zur ungewohnt frühen Anwurfzeit.

Schluroff liefert Hochgeschwindigkeits-Handball bei Sieg gegen Portugal

Nach Wiederanpfiff sollte es Schluroff mit seinen Hochgeschwindigkeits-Würfen aus dem Rückraum richten. Mit seinem dritten Treffer brachte der Gummersbacher sein Team mit 16:15 in Führung. Es waren die Einzelaktionen des 25-Jährigen, die herausstachen. Im Kollektiv agierte Deutschland nach wie vor fehlerhaft.

Gislason tobte an der Seitenlinie. Weder mit dem eigenen Spiel noch mit der Schiedsrichterleistung war der Isländer zufrieden. Dass Deutschland zehn Minuten vor Spielende trotzdem mit 23:22 führte, lag an Wolffs Weltklasse-Paraden. Der 34-Jährige hielt den Sieg bis zum Schluss fest. Daran änderte auch die Rote Karte für Kapitän Johannes Golla nichts mehr.

    /kns/roj/news.de/dpa

    Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.