Mischkultur im Garten anlegen: 30 Musterbeete zum Nachpflanzen

Welche Pflanzen sind gute Nachbarn und welche sollte man besser trennen? In "Wer kann mit wem im Beet?" erklärt Gartenexpertin Ortrud Grieb die Prinzipien der Mischkultur und liefert sofort umsetzbare Beetpläne für ertragreiche Gemüsebeete.

Von news.de Redakteurin - Uhr

Mischkulturen im Garten haben zahlreiche Vorteile. (Foto) Suche
Mischkulturen im Garten haben zahlreiche Vorteile. Bild: AdobeStock / Joanne Dale
  • Pflanzen als Team: Gute Nachbarn bringen mehr Ertrag und weniger Schädlinge
  • Weniger Dünger: Mischkultur schont Boden, Umwelt und Geldbeutel
  • "Wer kann mit wem im Beet?" von Ortrud Grieb liefert Praxis pur: Fertige Beetpläne vom Garten bis zum Balkon

Wer einen Gemüsegarten anlegen möchte, steht vor einer grundlegenden Frage: Welche Pflanzen vertragen sich eigentlich miteinander? Die Gartenexpertin Ortrud Grieb liefert mit ihrem Buch "Wer kann mit wem im Beet?" eine praxisnahe Antwort auf dieses Rätsel. Mischkultur gilt als ideale Methode für alle, die gesundes Gemüse ohne großen Aufwand ernten wollen. Das Prinzip klingt zunächst kompliziert, ist es aber nicht: Verschiedene Pflanzenarten wachsen gemeinsam im Beet, wobei gute und schlechte Nachbarschaften berücksichtigt werden.

Mischkultur: Wenn Pflanzen sich gegenseitig warnen

Hinter dem bunten Durcheinander im Mischkulturbeet steckt handfeste Wissenschaft. Forscher weltweit untersuchen inzwischen die komplexen Wechselwirkungen zwischen Kulturpflanzen und bestätigen, was erfahrene Gärtner längst beobachtet haben: Gute Partnerschaften führen zu höheren Erträgen und weniger Krankheitsbefall. Die Mechanismen sind faszinierend: Viele Gewächse warnen ihre Nachbarn per Duftstoff vor herannahenden Schädlingen. Die gewarnten Pflanzen können dann rechtzeitig ihre chemische Abwehr hochfahren. Gleichzeitig locken bestimmte Aromen natürliche Feinde der Schädlinge an oder blockieren deren Geruchssinn.

In wissenschaftlichen Versuchen erwiesen sich Mais und Bohnen als echtes Traumpaar. Eng beieinander gepflanzt lieferten sie mehr Ertrag als einzeln kultiviert. Auch Erdbeeren mit Zwiebeln sowie Sellerie mit Lauch zeigten sich als besonders förderliche Kombinationen. "Gute Nachbarn bringen gemeinsam mehr Ertrag als allein", fasst Ortrud Grieb das Prinzip zusammen.

Warum der Boden bei Mischkultur weniger Dünger braucht

Die Vorteile der Mischkultur gehen weit über höhere Erträge hinaus. Durch die permanente Bodenbedeckung mit Pflanzen und Mulch wird Erosion verhindert, das Bodenleben geschützt und die Austrocknung verlangsamt. "Wissenschaftler haben auch festgestellt, dass Schaderreger in Böden mit reichem Bodenleben nur schwer überleben", schreibt Ortrud Grieb. Ein cleverer Nebeneffekt: Flach- und Tiefwurzler sowie Schwach-, Mittel- und Starkzehrer nutzen die vorhandenen Nährstoffe optimal aus. Dadurch sinkt der Düngerbedarf erheblich. Die lückenlose Bedeckung des Bodens durch Zwischensaaten und Gründüngung sorgt zusätzlich für maximale Lichtausbeute. Auch als Ernteversicherung funktioniert das System: Fällt eine Kultur aus, liefern die Nachbarpflanzen trotzdem Ertrag. Die Flächenkompostierung hält den Boden dauerhaft fruchtbar – ein nachhaltiger Kreislauf, der sich selbst erhält.

Vom Anfängerbeet bis zum Naschkasten für den Balkon

Das Buch "Wer kann mit wem im Beet?" gliedert sich in Musterbeete für Einsteiger und solche für Experimentierfreudige. Anfänger finden zehn erprobte Kombinationen im Jahresverlauf – darunter das Tomaten-Kohl-Beet, das Gurke-Rote-Bete-Zwiebel-Beet oder das klassische Möhren-Zuckererbsen-Beet. Zeichnungen zeigen die Fruchtfolge- und Nachbarschaftsplanung über einen Zeitraum von zehn Jahren. Wer mehr wagen möchte, greift zu Varianten für Experimentierfreudige wie dem Yacon-Beet oder dem Kartoffel-Beet nach Langerhorst. Jedes Musterbeet enthält eine detaillierte Pflanzenliste, konkrete Arbeitsanleitungen und arbeitssparende Pflegetipps.

Auch Balkongärtner kommen nicht zu kurz: Grieb stellt Erntekübel wie den Feuer- oder Gurkenkübel vor sowie Balkonkästen zum Naschen – vom Vitaminkasten über den Genießerkasten bis zum Kräuterkasten. Insgesamt liefert die Gartenbau-Ingenieurin mehr als 20 Musterbeete. Zusätzlich gibt's im Buch Übersichten zu Salaten im Jahresverlauf, Gründüngung und hilfreiche Planungstabellen mit Nährstoffbedarf, Aussaat- und Erntezeiten.

"Wer kann mit wem im Beet?" von Ortrud Grieb (Foto) Suche
"Wer kann mit wem im Beet?" von Ortrud Grieb Bild: Kosmos Verlag

Fazit: "Wer kann mit wem im Beet?" ist ein praxisnaher Ratgeber für alle, die Mischkultur nicht nur verstehen, sondern sofort umsetzen möchten.

Titel: "Wer kann mit wem im Beet?"
Autor: Ortrud Grieb
Verlag: Kosmos Verlag, 2026
Seitenzahl, Buchart: 96, Paperback
Preis: 16,00 Euro
ISBN: 978-3-440-18253-6

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