Torsten Sträter: Komiker gibt seltene Einblicke – so hat ihn seine Krankengeschichte verändert
Der Krebs hat zwar kurzzeitig Platz im Leben von Torsten Sträter eingenommen, aber der Komiker will die Erkrankung nicht zum Thema in seinem Bühnenprogramm machen. In einem Interview spricht der Komiker, was sich für ihn änderte.
Erstellt von Sabrina Böhme - Uhr
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- Torsten Sträter will Tumorerkrankung nicht zur Geschichte machen
- Komiker offenbart, was sich für ihn änderte, nachdem er den Krebs besiegte.
- Update zu Sträters Diabetes-Diagnose
Comedian Torsten Sträter blickt vorwärts und lässt seine überstandene Krebserkrankung hinter sich. Anlässlich seines am 27. August erschienenen neuen Buches "Mach mal das große Leselicht an" räumt er seiner Gesundheit in Interviews keinen großen Raum ein. "Ich will keine Tumorgeschichte erzählen", sagte der 59-Jährige dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Dennoch macht er beim Thema Diabetes eine kleine Ausnahme.
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Torsten Sträter "hat keine Lust mehr" über Krebs zu reden
Auf die Frage, ob auch seine Krebserkrankung in sein Bühnenprogramm einfließe, sagte Sträter. "Erst mal kennt das jeder Dritte aus seinem Umfeld und erfährt dann nur, dass ich die gleichen Ängste und Schmerzen habe wie alle anderen auch. Das will ich nicht." Er wolle schließlich unterhaltsam sein. "Aber zu dieser Mischung aus schwerer Erkrankung und Unterhaltung fehlt mir noch die Idee", sagte Sträter.
Im Interview mit der "Berliner Morgenpost" offenbart Sträter mehr über die Auswirkungen seiner Krebserkrankung auf sein Leben. Dadurch hat sich etwas verändert: "Ich habe im Grunde keinerlei Ängste mehr. Oder nur noch sehr, sehr wenige." Der Kabarettist machte klar, dass er "jetzt keine Lust mehr" habe, "über Krebs zu reden". Er definiere sich nicht darüber.
Torsten Sträter nach Krebserkrankung wieder auf Tour
Der in Dortmund geborene Comedian hatte zu Jahresbeginn wegen einer Tumordiagnose seine Auftritte absagen müssen. Im Mai war er dann auf die Bühne zurückgekehrt. Ab September geht er mit neuem Programm auf Tournee.
Comedian spricht über Veränderungen
Gerade sei seine Erkrankung nicht da, sagte er dem RND. Angesprochen auf das Älterwerden, berichtete Sträter, dass ihm in diesem Jahr viele Sachen bewusst geworden seien. Er brauche gar nicht viel: "Ein bisschen Stille, ein bisschen geliebte Menschen um mich herum, ein bisschen einen guten Film im Kino sehen, ein bisschen Autofahren." Wie gerne er letzteres tue, sei ihm erst aufgefallen, nachdem er es sechs Wochen lang nicht durfte.
Nach der Diagnose habe er zudem einen anderen Blick auf das Leben: "Ich mache Dinge jetzt sofort, die ich früher gern verzögert habe. Und ich kann mich neuerdings aufraffen, Dinge sofort zu machen, um mich selbst mit Erinnerungen anzufüllen und Dinge geregelt zu bekommen", so Sträter.
So hält Sträter seinen Diabetes unter Kontrolle
Sträter ging nicht nur mit dem Krebs offen um. Wie er im "1Live Comedy-Talk" verriet, wurde bei ihm die Diagnose Diabetes Typ 2 gestellt. Das hat bei ihm einen Schalter umgelegt. "Ja, ich habe nach der Diagnose sofort aufgehört, Süßes zu essen. Als ich erfuhr, was man durch Diabetes alles kriegen kann – wie vereiterten Fuß, Herzinfarkt oder Erkrankungen der Augen –, habe ich beschlossen, mich doch lieber gesund zu ernähren, und habe etwa 28 Kilo abgenommen", erklärte er gegenüber der "Berliner Morgenpost". Er hat seine Ernährung umgestellt. Auf seinem Speiseplan stehen statt süßer Lebensmittel hochkalorische, wie Avocado oder Proteinshakes. Er müsse aber aufpassen, genügend Kalorien aufzunehmen. Mittlerweile sei sein Diabetes "unter Kontrolle".
Der 59-Jährige zählt zu den erfolgreichsten Kabarettisten Deutschlands. Für sein Live-Programm wurde er 2024 mit dem Deutschen Comedypreis ausgezeichnet. 2022 erhielt er zusammen mit Kurt Krömer einen Grimme-Preis in der Kategorie Unterhaltung für ein TV-Gespräch über Depressionen.
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bos/bua/news.de/dpa
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