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Von news.de-Redakteurin Franziska Obst - 20.01.2014, 10.38 Uhr

«Yeezianity»: In dieser Religion ist Kanye West der Gott

Dass Rapper Kanye West schon immer etwas überheblich und von sich selbst eingenommen war, ist weitreichend bekannt. So bezeichnete er sich in einem seiner Songtexte auch bereits als Gott. Doch seine Fans setzen dem Ganzen nun die Krone auf. Sie riefen die Religion «Yeezianity» ins Leben.

Kanye West als Erlöser der Menschheit? Größenwahn ahoi! Schaut man sich auf der Webseite anderer Religionen. Denn ihrer Meinung ist es wichtig und hilfreich, auch die Grundsätze des Buddhismus, des Christentums oder des Islams zu verstehen.

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Fünf Säulen mit keinerlei logischer Aussage

So weit, so unspektakulär. Interessant wird es, setzt man sich mit den fünf Säulen des «Yeezianity» auseinander. Denn irgendwie wollen diese nicht so recht Hand und Fuß haben. So heißt es beispielsweise in Säule drei: «Geld ist nicht notwendig, nur als Tauschmittel.» Fragwürdig, ob Kanye West, der bei seiner Freundin Kim Kardashian immerhin mit einem 15-karätigen Diamanten um deren Hand anhielt, diese Aussage unterschreiben würde. Oder auch Säule fünf kommt ziemlich unlogisch daher: «Alles menschliche Leiden existiert, um die Kreativität der Menschen voranzutreiben». Also gibt es Armut, Seuchen und Kriege, damit Musiker wie Kanye West darüber rappen können?

Je mehr man sich mit «Yeezianity» auseinandersetzt, umso unklarer wird, was die Anhänger damit erreichen wollen. Womöglich wollen sie einfach nur den Größenwahn des Rappers unterstützen. Oder steckt dahinter vielleicht doch eher jemand, der sich gerade darüber lustig macht? Jemand, der austesten will, ob sich Menschen wirklich dazu hinreißen lassen, einer solchen abstrusen «Religion» beizutreten.

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Religion in Zeiten von Twitter und Co.

Wer nun tatsächlich durch all diese dubiosen Inhalte und Ansichten noch nicht abgeschreckt ist, für den ist es ein Leichtes, «Yeezianity» beizutreten. Da wir in Zeiten von Web 2.0 und Social Media leben, reicht es, ein Foto von sich mit einem Schild in der Hand «Ich glaube an Yeezus» zu knipsen und dieses auf einem Social Media Account zu posten. Zahlreiche Verwirrte - pardon - Fans sind diesem Aufruf bereits nachgekommen und somit nun Mitglieder der selbst ernannten «besten Kirche aller Zeiten».

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