Pflegeversicherung: Pflegekassen im ersten Halbjahr mit 770 Millionen Euro Minus

Die Bundesregierung plant eine Reform, um immer höhere Kosten für die Pflege unter Kontrolle zu bringen. In den ersten sechs Monaten 2026 hat sich die Lage verschärft, wie neue Zahlen zeigen.

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Die Finanznöte der Pflegeversicherung spitzen sich angesichts stark steigender Ausgaben weiter zu. In der ersten Hälfte des Jahres lief ein Defizit von 770 Millionen Euro auf, wie der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen mitteilte, der auch die Pflegekassen vertritt. Voraussichtlich im Oktober würden die Einnahmen nicht mehr reichen, um die Pflegeleistungen voll zu finanzieren. Bis zum Jahresende brauche es dann noch 500 Millionen Euro.

Verbandschef Oliver Blatt sagte, die Pflege sei akut in Not. "Es herrscht Alarmstufe Rot." Die Politik müsse schnell handeln, denn in wenigen Monaten sei "das Geld alle". Insgesamt sei für dieses Jahr mit 1,2 Milliarden Euro Defizit zu rechnen - jedoch schon mit einem Darlehen des Bundes von 3,2 Milliarden Euro. Sonst läge das "ehrliche Ergebnis" bei minus 4,4 Milliarden Euro.

Die schwarz-rote Koalition bereitet für den Herbst eine Pflegereform vor, die zu den großen Vorhaben des neuen Gesundheitsministers Carsten Linnemann (CDU) zählt. Ein noch von seiner Amtsvorgängerin Nina Warken (CDU) vorgelegter Entwurf sieht Ausgabenbremsen und Mehreinnahmen vor, um allgemeine Beitragserhöhungen im kommenden Jahr zu vermeiden.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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