Deutsch-russisches Verhältnis: Russisches Ministerium bestellt Botschafter Lambsdorff ein
Der deutsche Botschafter in Moskau, Alexander Graf Lambsdorff, sitzt auf gepackten Koffern. Da bestellt ihn kurz vor seinem Abschied noch einmal das Außenministerium ein.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Der deutsche Botschafter Alexander Graf Lambsdorff ist ins russische Außenministerium einbestellt worden. Das Ministerium informierte in den sozialen Netzwerken über die Einbestellung, nannte aber keinen Grund. Lambsdorff, der immer wieder den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine kritisiert hatte, verabschiedet sich an diesem Dienstag aus Moskau, um seinen neuen Posten als Botschafter in Israel anzutreten. Neuer deutscher Botschafter in Russland wird Clemens von Goetze.
Zuletzt hatte das Ministerium Lambsdorff im April einbestellt - wegen angeblicher Kontakte von deutschen Politikern zu Terrororganisationen. Das Auswärtige Amt in Berlin nannte die Einbestellung des Botschafters eine "völlig haltlose Maßnahme". Die deutsch-russischen Beziehungen sind wegen Moskaus Angriffskrieg gegen die Ukraine zum Zerreißen gespannt.
Einbestellungen dienen als diplomatisches Mittel, wenn Staaten ihren Unmut äußern wollen über Handlungen oder Haltungen anderer Länder. Auch der russische Botschafter wurde am Montag ins Auswärtige Amt in Berlin einbestellt wegen schwerer Cyberangriffe, die dem russischen Inlandsgeheimdienst FSB zugeschrieben wurden.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de