Innerkoreanischer Konflikt: Nordkoreanischer Soldat soll nach Südkorea geflüchtet sein

Erstmals in diesem Jahr soll ein nordkoreanischer Soldat die Demarkationslinie nach Südkorea übertreten haben - ein höchst riskantes Unterfangen. Die Hintergründe sind bislang unklar.

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Täglich bestens informiert mit den aktuellen Politik-Nachrichten auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / Семен Саливанчук

Ein nordkoreanischer Soldat scheint in der Nacht auf Mittwoch über die schwer gesicherte innerkoreanische Grenze nach Südkorea gelangt zu sein. Dort sei er von den Behörden in Gewahrsam genommen worden, teilte der südkoreanische Generalstab laut amtlicher Nachrichtenagentur Yonhap mit. Der Soldat soll demnach die Absicht geäußert haben, nach Südkorea überzulaufen. Weitere Hintergründe des Falls würden derzeit noch untersucht, hieß es. Ob es sich um eine gezielte Flucht des Soldaten handelt, ist nicht bestätigt.

Die beiden Nachbarländer werden durch eine militärisch hochgesicherte, kaum durchlässige Überwachungszone entlang der Demarkationslinie getrennt. Beim aktuellen Grenzübertritt des Nordkoreaners handelt es sich laut Berichten um den ersten solchen Fall in diesem Jahr.

In Südkorea leben mittlerweile über 30.000 Nordkoreaner, die aus ihrem weitgehend abgeschotteten und mit internationalen Sanktionen belegten Heimatland geflohen sind. Meist geschieht dies über die nördliche Grenze nach China, von wo Geflüchtete dann über ein Drittland nach Südkorea gelangen. Dass die innerkoreanische Grenze übertreten wird, kommt hingegen nur extrem selten vor. Südkorea sichert Nordkoreanern nach einer eingehenden Prüfung die Staatsbürgerschaft zu - was der Norden wiederum als Affront auffasst.

Nord- und Südkorea befinden sich formell nach wie vor im Kriegszustand. Nach dem Koreakrieg (1950-53) wurde zwar ein Waffenstillstand unterzeichnet, jedoch kein Friedensvertrag.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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