Leipzig: Burkhard Jung blickt auf Amokfahrt zurück: "Kalt erwischt"

Nach mehr als 20 Jahren im Amt zieht Burkhard Jung als Oberbürgermeister von Leipzig Bilanz – und spricht offen über die Herausforderungen nach der Amokfahrt in Leipzig.

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Nach 21 Jahren tritt Burkhard Jung als Oberbürgermeister von Leipzig im kommenden Jahr nicht wieder an. Kurz vor Ende seiner Amtszeit durchlebte er mit der Amokfahrt in der Messestadt mit zwei Toten und vielen Verletzten eine besonders schwere Zeit. "Das hat mich kalt erwischt. Man kann auf so etwas auch nicht vorbereitet sein", sagte der 68-jährige SPD-Politiker im Interview der Deutschen Presse-Agentur.

Man könne in der Situation schauen, dass der Katastrophenstab funktioniere und die Feuerwehr gut aufgestellt sei. "Aber was die Situation mit dir macht, darauf ist man nicht vorbereitet." Ohnehin könnten die Innenstädte nicht so sicher gemacht werden, dass gar nichts mehr passieren könne. "Wenn du die Innenstadt zum Schutz vor Amokfahrern zur Festung ausbaust, dann kann so etwas an der Bushaltestelle, an einem Freisitz oder einer belebten Straße passieren", betonte der aktuelle Präsident des deutschen Städtetags.

Am 4. Mai war ein 33 Jahre alter Mann mit einem Auto in eine zentrale Einkaufsstraße in Leipzig gefahren. Bei der Amokfahrt starben zwei Menschen – eine 63-jährige Frau und ein 77-jähriger Mann. Sechs weitere wurden verletzt. Nach der Tat mussten Polizeiangaben zufolge mehr als 80 Menschen betreut werden. Der Täter wurde gestellt und zunächst in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Gegen ihn wird wegen Mordes und Mordversuchs ermittelt.

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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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