Sicherheit: Mehr Drohnenvorfälle – Technik soll Luftraum schützen

Die Zahl der Drohnen am Himmel wächst. Abwehrsysteme sollen helfen, den Luftraum etwa über Flughäfen und militärischen Anlagen vor Spionage und Sabotage zu schützen. Wie funktioniert das?

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Die Nachfrage nach Drohnenabwehrsystemen steigt. Das liege an der zunehmenden Gefahr durch Drohnen, die ausspionieren oder stören sollten, sagte Sven Steingräber von der Geschäftsführung der Firma Argus Interception aus Rotenburg (Wümme). Das Unternehmen hat eine automatisierte Netzabfangdrohne entwickelt, um Lufträume sicherer zu machen. Diese Netzabfangdrohnen werden auch von der Bundespolizei und Bundeswehr genutzt.

Mit dem System können fremde Drohnen eingefangen und zerstörungsfrei abgelegt werden. Ziel ist, die Drohnen anschließend untersuchen zu können, um etwa Informationen zum Besitzer zu erhalten. Drohnenabwehrsysteme werden etwa im Bereich von Flughäfen, Energieanlagen und militärischem Gelände eingesetzt.

Da Drohnen günstiger und zugänglicher würden, steige die Gefahr für Spionage oder Störaktionen durch unbemannte Fluggeräte, sagte Steingräber. Um eine fremde Drohne zu finden, nutzt die Technik Radartechnologie. Sobald das Fluggerät identifiziert ist, startet die Abfangdrohne und fängt das fremde Flugobjekt automatisiert mit einem Netz ein.

Das Bundeskriminalamt hat im vergangenen Jahr zahlreiche verdächtige Drohnensichtungen registriert. Verstärkte Drohnenaktivitäten gab es demnach in Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen insbesondere über Industrieanlagen, Häfen und Energieinfrastruktur. In Niedersachsen ist die Zahl der Drohnen-Vorfälle 2025 im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen, wie das Innenministerium mitteilte.

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