Boris Pistorius: Geheimer Bundeswehr-Plan enthüllt – das will der Verteidigungsminister ändern

Weniger Bürokratie, mehr digitale Möglichkeiten und ein besseres Arbeitsumfeld für Soldaten: Das sind Pläne, die SPD-Verteidigungsminister Boris Pistorius einem aktuellen Bericht zufolge für die Bundeswehr hat. Diese Maßnahmen sind konkret vorgesehen.

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SPD-Verteidigungsminister Boris Pistorius will die Bundeswehr modernisieren. (Foto) Suche
SPD-Verteidigungsminister Boris Pistorius will die Bundeswehr modernisieren. Bild: picture alliance/dpa | Peter Kneffel
  • Bericht enthüllt Pläne von Boris Pistorius zur Modernisierung der Bundeswehr
  • SPD-Verteidigungsminister will Entbürokratisierung und Digitalisierung
  • Insgesamt 153 Maßnahmen für eine "kriegstaugliche Wehrverwaltung"

SPD-Verteidigungsminister Boris Pistorius präsentiert am Mittwoch ein umfangreiches Reformpaket für die Bundeswehr. Das Ziel: eine "kriegstaugliche Wehrverwaltung" schaffen. Laut "Bild" enthält das Entbürokratisierungs- und Modernisierungspaket insgesamt 153 Maßnahmen. Die wichtigsten davon hat das Boulevardblatt vorab in einem aktuellen Bericht veröffentlicht.

Boris Pistorius plant Entbürokratisierung der Bundeswehr laut Bericht

Im Zentrum steht der Kampf gegen den administrativen Wildwuchs: Künftig wird der Abbau unnötiger Bürokratie zur verbindlichen Vorgabe – die vollständige Umsetzung ist innerhalb von 18 Monaten geplant. Auch doppelte Befehle und Weisungen, deren Inhalte bereits durch bestehende Regelungen abgedeckt sind, sollen gestrichen werden. Welche Anordnungen konkret betroffen sind, wird laut "Bild" zunächst in einem einjährigen Prüfverfahren ermittelt.

SPD-Verteidigungsminister will Abläufe bei Bundeswehr digitalisieren

Ein Schwerpunkt des Reformpakets liegt auf der Digitalisierung alltäglicher Abläufe. Innerhalb von 32 Monaten soll künstliche Intelligenz bei der Erstellung von Vorlagen und E-Mails unterstützen. Die elektronische Erfassung von Arbeitszeiten samt automatischer Resturlaubs-Erinnerung ist für einen Zeitraum von 48 Monaten vorgesehen.

Auch die Mobilität wird modernisiert: Soldaten können Dienstfahrzeuge künftig digital reservieren – die Umsetzung der "Fahrauftragsverwaltung inkl. Dienstfahrzeugbuchung" dauert 44 Monate.Eine zentrale "One-BW-App" soll zahlreiche digitale Prozesse zusammenführen. Pistorius plant zudem "Führungsmodelle in Teilzeit" mit Jobsharing-Optionen, um unter anderem den Frauenanteil in der Truppe zu steigern.

Besseres Arbeitsumfeld für Soldaten geplant

Auch das Arbeitsumfeld der Soldaten wird in den Blick genommen. Die Truppenküchen sollen innerhalb von 24 Monaten modernisiert werden. Zusätzlich sind "moderne Arbeitsbereiche" mit Sitzecken für kreativen Austausch sowie die Einrichtung von Ideenwerkstätten geplant.

Für die psychische Gesundheit der Truppe ist eine besondere Neuerung vorgesehen: Eine Künstliche-Intelligenz-Hotline "für psychologische Krisenintervention" soll in 32 Monaten verfügbar sein. Die vollständige Digitalisierung der medizinischen Versorgung mit elektronischen Überweisungen und Befunden soll in 60 Monaten abgeschlossen sein.

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